Werbung

Zeuge: Briefwahlergebnis in Stendal fiel früh auf

Stendal. Im Untersuchungsausschuss des Landtags Sachsen-Anhalts zur Stendaler Wahlaffäre hat ein Zeuge ausgesagt, dem frühzeitig Unstimmigkeiten bei Briefwahlergebnissen aufgefallen waren. Als Mitglied im Wahlausschuss hatte er bemerkt, dass ein CDU-Kandidat über 80 Prozent seiner Stimmen über die Briefwahl erhielt. Er habe das angesprochen, viel diskutiert worden sei darüber nicht, sagte der 83-Jährige bei der Befragung am Freitag im Stendaler Rathaus. Trotz der Bedenken beschloss der Wahlausschuss noch in der gleichen Sitzung die Gültigkeit der Wahl. Er habe sich der Stimme enthalten, so der 83-Jährige. Bei der Kommunalwahl 2014 waren in Stendal mehrere Hundert Briefwahlstimmen gefälscht worden. Der U-Ausschuss soll die Hintergründe der Affäre beleuchten. dpa/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln