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Auch die deutschen Curler enttäuschen bei der WM

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Las Vegas. Die Olympiaqualifikation verpasst, die WM-Ziele deutlich verfehlt: Die deutschen Curler erleben schwere Zeiten und stehen mit Blick auf die Sportförderung vor einer ungewissen Zukunft. Zudem droht ein herber finanzieller Einschnitt. »Es ist richtig, dass wir mit der Damen- und Herrenmannschaft unsere Olympiaziele nicht erreicht haben. Wir müssen Ergebnisse, Leistungen und Schwächen genau analysieren müssen«, sagte Bernard Mayr, Präsident des Deutschen Curling-Verbandes (DCV) sagt: »Oft fehlt nicht viel zum Erfolg, aber am Ende zählt das Resultat - und damit sind wir nicht zufrieden.«

Bei der Männer-WM in Las Vegas setzte es gerade den nächsten Rückschlag. Das deutsche Team um Skip Alexander Baumann belegt vor den letzten beiden Vorrundenspielen mit nur einem Sieg aus zehn Begegnungen abgeschlagen den letzten Platz im 13er-Feld. Das selbstgesteckte Ziel einer positiven Turnierbilanz ist schön längst außer Reichweite. Auch die Frauen hatten bei ihrer WM im März nur Platz zwölf belegt und damit den angepeilten achten Rang klar verfehlt.

Dabei brauchen die deutschen Curler dringend Erfolgsmeldungen. Bis zum 22. Mai muss der DCV wie alle Wintersportverbände das neu geschaffene und umstrittene Potenzialanalyse-System »PotAS« gefüttert haben. 151 Fragen aus 16 Haupt- und 53 Nebenbereichen wollen beantwortet werden. Im September wird dann das für 2019 verteilt, es droht die Einstufung in die Gruppe der Verbände mit wenig oder gar keinem Potenzial - und damit eine Kürzung der Fördergelder. Dirk Schimmelpfennig, Vorstand Leistungssport im DOSB, verwies auf Anfrage auf den 6. September. Dann ist das Strukturgespräch mit dem DCV vorgesehen. Erst danach werde über »das Programm und die Förderung« im Olympiazyklus bis 2022 entschieden.

Schon 2014 hatte der DCV nur knapp den Wegfall der staatlichen Förderung verhindern können. Der Verband führte unter anderem einen hauptamtlichen Bundestrainer und einen Vizepräsidenten Sport ein. Doch der Erfolg ist bisher ausgeblieben, der Umbruch nach Erfolgszeiten von Andreas Kapp und Andrea Schöpp ist bisher nicht geglückt.

»Unser Fokus liegt im Aufbau unseres Nachwuchses, das geht nicht von heute auf morgen«, betonte Mayr und verwies auf die Junioren. Dort habe es bei der WM einen fünften Platz gegeben: »Die Mannschaft ist noch sehr jung und hat das Potenzial, sich in der Weltspitze zu etablieren.« SID/nd

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