Werbung

Hitzige Debatte

Marx-Statue in Trier

Die Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft hat das Aufstellen einer großen Karl-Marx-Statue zum 200. Geburtstag des Denkers in Trier scharf kritisiert. »Ich hätte mir nie träumen lassen, dass man in dem Teil Deutschlands anfängt, Standbilder von Marx aufzustellen«, sagte der Bundesvorsitzende Dieter Dombrowski. Marx sei »nicht einfach nur ein Wissenschaftler und Philosoph« gewesen, so der Brandenburger CDU-Landtagsabgeordnete, er hätte »die geistigen Grundlagen für die kommenden kommunistischen Diktaturen verschiedenster Färbungen gelegt«.

Der Trierer Stadtrat hatte im März 2017 nach hitziger Diskussion für die Annahme des Geschenks aus China gestimmt. Die Statue sei eine Anerkennung für die Geburtsstadt des großen Philosophen Marx - und könne Anlass zum Diskurs sein, hieß es. Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) hatte gesagt: »Karl Marx ist einer der größten Bürger in dieser Stadt, und wir sollten ihn nicht verstecken.«

Die Stadt Trier stellt die von China geschenkte 4,40 Meter hohe Statue zum runden Geburtstag von Marx am 5. Mai auf. Inklusive Unterbau wird das Werk 5,50 Meter hoch sein und auf einem Platz nahe der Porta Nigra stehen. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!