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Erinnerung an das Grauen im NS-Kerker

  • Lesedauer: 2 Min.

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Brandenburg/Havel. Zum 73. Jahrestag der Befreiung des Zuchthauses Brandenburg-Görden eröffnet die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten Ende April dort eine neue Dauerausstellung. Unter dem Titel »Auf dem Görden. Die Strafanstalt Brandenburg im Nationalsozialismus und in der DDR« werde mit Fotos, Häftlingsbiografien und Medienstationen die Geschichte des Strafvollzuges von der Weimarer Republik bis in die Gegenwart dargestellt, teilte die Stiftung am Mittwoch in Oranienburg mit.

An der Eröffnungsfeier am 29. April im einstigen Kirchensaal des Verwaltungsgebäudes der Justizvollzugsanstalt in Brandenburg/Havel will den Angaben zufolge auch Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) teilnehmen. Davor findet am früheren Hinrichtungsort, wo die Nazi-Justiz rund 2000 Menschen aus ganz Europa von der Nazi-Justiz mit dem Fallbeil ermorden ließ, eine Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Befreiung des Zuchthauses statt.

Auf der Gedenkveranstaltung will auch Tomas Laub sprechen. Er ist ein Sohn des in Brandenburg hingerichteten tschechischen Widerstandskämpfers Alois Laub (1896 bis 1945). Auf dem Programm stehen auch Zeitzeugengespräche mit Peter von Schlieben-Troschke, dessen Vater August von Schlieben-Troschke von 1936 bis 1945 Häftling in Brandenburg war, und mit Shanhai Drenger, inhaftiert 1987.

Das Zuchthaus Brandenburg-Görden sei nicht nur als Hinrichtungsstätte für Gegner des Faschismus aus ganz Europa, sondern auch als exemplarischer Ort eines unmenschlichen und von rassistischen und sozialbiologischen Maßnahmen der Nationalsozialisten geprägten Strafvollzugs ein besonderer Ort des NS-Terrors gewesen, hieß es. Brandenburg-Görden sei damit eine Gedenkstätte mit internationaler Ausstrahlung. Hinzu komme, dass die Strafvollzugsanstalt zu den größten Gefängnissen der DDR gehörte, wo neben NS-Belasteten und Kriminellen viele Gegner der SED-Diktatur inhaftiert waren.

Für die Dauerausstellung und einen Seminarraum stehen im ehemaligen Direktorenhaus, das zum historischen Gefängniskomplex gehört, sowie in einem neuen Anbau insgesamt 225 Quadratmeter zur Verfügung. Die Gesamtkosten für die Baumaßnahmen und die durch das Berliner Büro »Tatwerk« gestaltete Ausstellung liegen bei einer Million Euro. Das Land Brandenburg und die Bundesregierung stellten dafür je 550 000 Euro bereit. epd/nd

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