Werbung

Sportpolitisches Schlachtfeld

Alexander Ludewig über die Boykottdiskussionen zur Fußball-WM in Russland

  • Von Alexander Ludewig
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Der Anschlag auf den Doppelagenten Sergej Skripal. Syrien sowieso. Das weltpolitische Klima ist wahrhaft vergiftet. Schlechter als im Kalten Krieg sei das Verhältnis zu Russland, meint US-Präsident Donald Trump. Um das zu belegen, drohte er gleich mal mit einem Raketenangriff.

Vor dem Sport hat Politik auch noch nie Halt gemacht. Also: Die USA, Holland und Italien drohen, die Fußball-WM in Russland zu boykottieren. Natürlich, Fake News. Oder ein guter Witz in schlechten Zeiten. Die drei Nationen haben sich gar nicht qualifiziert. England, Polen und Island schon. Sie kündigten einen politischen Boykott des Turniers an. Ob nun westliche Regierungsvertreter auf den VIP-Plätzen russischer Stadien sitzen oder nicht - faszinierende Bilder des Großereignisses werden um die Welt gehen.

Wird Angela Merkel dieser Wirkkraft diesmal widerstehen? Einen Boykott hielt die Kanzlerin schon bei Olympia 2014 in Sotschi für falsch. Am Abschlusstag der groß inszenierten Winterspiele sprach Präsident Wladimir Putin von der »Rückholung der Krim zu Russland«. Einzig wirksamer Boykott wäre der sportliche. Den aber will niemand. Weil bei der WM wieder viel Geld zu verdienen ist. Und weil man sich aus Imagegründen nicht vom sportpolitischen Schlachtfeld zurückziehen kann. Darin sind sich alle einig - auch Gastgeber Russland, Olympia- und WM-Bewerber USA und EM-Bewerber Deutschland.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen