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Mit Bolívar fing alles an

Amerikas Bemühen um Einheit mündete in die OAS

Am Anfang stand Simón Bolívar: Bereits 1826 berief der südamerikanische Unabhängigkeitskämpfer den »Kongress von Panama« mit dem Ziel ein, eine Vereinigung der Staaten der amerikanischen Hemisphäre zu gründen. Es war der erste Vorläufer der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), aber nicht der einzige. 1890 wurde die erste internationale Konferenz Amerikanischer Staaten in Washington, D.C. abgehalten. Diese gründete die »Internationale Union Amerikanischer Republiken«. 1910 wurde aus dieser Organisation die »Pan-Amerikanische Union«. Die OAS selbst wurde 1948 aus der Taufe gehoben. Damals signierten die Mitglieder der Pan-Amerikanischen Union die »Charta der OAS« und die »Amerikanische Erklärung der Menschenrechte und Pflichten« (das erste internationale Dokument der Menschenrechte) und vollzogen damit den reibungslosen Übergang von der Pan-Amerikanischen Union zur OAS, der zur Gründung 21 amerikanische Staaten angehörten.

Inzwischen sind alle selbstständigen Staaten des gesamten amerikanischen Kontinents von Alaska bis Feuerland Mitglied der OAS. 2009 wurde der seit 1962 geltende Ausschluss Kubas wieder aufgehoben. Kuba lehnt eine Mitarbeit aber weiterhin ab. Ein neuer Konfliktherd in der OAS ist Venezuela, dessen Regierung von Seiten des uruguayischen Generalsekretärs Luis Almagro immer wieder heftig wegen demokratischer Defizite im erbitterten Machtkampf mit der seinerseits nicht zimperlichen Opposition kritisiert wurde. Daraufhin kündigte Caracas am 27. April 2017 seinen Rückzug aus der OAS an.

Venezuela war unter dem 2013 verstorbenen Präsidenten Hugo Chávez federführend bei der Gründung der »Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten« (CELAC) 2010. Dort sind alle souveränen amerikanischen Länder zusammengeschlossen - außer den USA und Kanada. Es ist quasi ein Gegengewicht zu der historisch stark von den USA dominierten OAS.

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