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Raus aus dem Stau

Lena Tietgen findet, dass mehr als nur Geld in die Digitalisierung der Schulen investiert werden muss

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Die aktuelle Debatte um Facebook wirft zurecht datenschutzrechtliche Fragen auf. Doch die sozialen Medien sind auch für die Medienpädagogik von Interesse. Diese beschäftigt sich mit der Frage nach dem Suchtpotenzial der digitalen Welt. Die Schlussfolgerungen der Wissenschaftler gehen dabei auseinander. Man findet sowohl eine ökonomisch motivierte Idealisierung vor als auch pessimistische Töne, die vor dem Untergang bildungsrelevanter Kulturtechniken warnen.

Doch diese Form der Diskussion ist Ausdruck eines technologischen Staus und damit Teil des Problems und nicht seiner Lösung. Vor allem in der Bildung. Zurzeit kann man davon ausgehen, dass die Entwicklung weitere digitale Schübe bringen wird, die aufgrund der inhärenten Frage nach künstlicher Intelligenz unsere Art zu Denken verändern wird. Von daher ist die Anwendung von und die Auseinandersetzung mit der digitalen Welt innerhalb der Schule zwingend notwendig. Folglich muss in den Ausbau der digitalen Technik investiert werden und die Lehrpläne müssen entsprechend verändert werden.

Sinnvoll ist es, zunächst die Bedingungen einer digitalen Schule zu schaffen, Erfahrungen zu sammeln und sie auszuwerten. Idealerweise begleitet man diesen Prozess wissenschaftlich und politisch. Doch statt alle Schulen chancengleich auszustatten, Daten vor den Gelüsten der Privatwirtschaft zu schützen, Lehrer aus- und fortzubilden, in medienpädagogische Elternarbeit zu investieren, hält sich der Staat zurück und überlässt die Anpassung privaten Anbietern.

Damit aber fördert man reaktionäre Vorstellungen. Und so verbaut die Art des Diskurses eine kritische Sicht auf die Gemengelage der verschiedenen Interessen und Machteinflüsse. Die Folge ist, dass von der Digitalisierung die Kinder profitieren, deren Eltern über Geld, Macht und Einfluss verfügen.

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