Werbung

Maas fordert härteren Kurs gegen Moskau

Syrienkrieg sorgt auch in Deutschland für Streit

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Der Syrien-Konflikt spaltet auch die Bundesrepublik. Zumindest das politische Deutschland. Während die Kanzlerin eine deutsche Beteiligung an einem Militärschlag gegen Syrien ausgeschlossen hat, fordert ihr SPD-Außenminister Heiko Maas nun eine geschlossene Reaktion der internationalen Gemeinschaft. Der mutmaßliche Chemiewaffenangriff in Syrien dürfe »nicht ohne Konsequenzen bleiben«, sagte er am am Freitag bei einem Besuch in Brüssel. In einem Interview mit dem »Spiegel« warf er Russland zudem vor, »zunehmend feindselig« zu agieren. Der Saarländer plädiert für einen härteren Kurs gegenüber Moskau. Damit geht er auf Distanz zu seinen um Ausgleich bemühten Vorgängern Sigmar Gabriel und Frank-Walter Steinmeier.

Auch in der FDP melden sich die Bellizisten zu Wort. Der liberale Außenpolitiker Alexander Graf Lambsdorff kritisiert die klare Absage Merkels. »Ich finde es bedauerlich, dass die Bundeskanzlerin in ihrer Äußerung sofort jede Unterstützung an dieser Stelle ausgeschlossen hat«, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Bundestag am Donnerstagabend. »Sollten unsere Partner Unterstützung brauchen und eventuell anfordern, dann sollte das zumindest nicht von vorneherein ausgeschlossen sein.« Sein Parteichef Christian Lindner hatte zuvor im »Bayerischen Rundfunk« gewarnt, dass man die Lage in Syrien mit Militärschlägen nicht unter Kontrolle bekommen werde.

Die Deutschen selbst sprechen sich mehrheitlich gegen ein stärkeres militärisches Eingreifen der USA und ihrer Verbündeten in Syrien. In der am Freitag veröffentlichten Umfrage des »ZDF-Politbarometers« gaben 58 Prozent der Befragten an, ein solches Engagement würde zu einer Verschärfung des Konflikts in Syrien führen. Nur sieben Prozent glauben, dies würde zur Lösung des Konflikts beitragen. Eine Beteiligung Deutschlands an einem militärischen Einsatz westlicher Staaten lehnen 78 Prozent der Bundesbürger ab.

Dabei ist Deutschland indirekt in beinahe jeden Krieg der USA verstrickt, denn die hiesigen US-Stützpunkte, wie die Ramstein Air Base, sind für die weltweite Kriegslogistik des US-Militärs unverzichtbar.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen

Münzenbergforum
Münzenbergforum