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Auf die Straße für die Wohnung

Tausende wollen an diesem Samstag in Berlin demonstrieren

Berlin. Die sozialen Netzwerke glühen. Über 232 mietenpolitische Gruppen rufen für diesen Samstag zu einer Demo unter dem Titel »Widersetzen - Gemeinsam gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn« auf. Losgehen soll es um 14 Uhr auf dem Potsdamer Platz in Berlin. »Wir erwarten viele Tausende aus allen Stadtteilen, alt und jung, mit und ohne Migrationshintergrund, zu Fuß, mit Kinderwagen oder im Rollstuhl«, heißt es bei den Organisatoren. »Vereinzelung und Ohnmacht wurden durchbrochen.« Dies habe die »überwältigende Resonanz auf die Aktionstage hat gezeigt«. Bereits seit zehn Tagen machen Initiativen mit Aktionen auf die Demonstration aufmerksam. Angemeldet sind 4000 Teilnehmer, doch es könnten weit mehr werden.

Denn die Wohnungsfrage ist bundesweit drängend. 1,9 Millionen bezahlbare Wohnungen fehlen in den 77 deutschen Großstädten, allein 300 000 in der Hauptstadt. Das ergibt eine aktuelle Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, deren Zahlen sich auf 2014 beziehen. Einer Untersuchung der Immobilienberatungsfirma Knight Frank zufolge stiegen die Immobilienpreise 2017 in Berlin mit 20,5 Prozent weltweit am stärksten unter 150 ausgewerteten Metropolen.

Die Demonstration richtet sich vor allem gegen die Wohnungspolitik der schwarz-roten Bundesregierung. Es müsse »das Prinzip ›Profit vor Menschen‹ abgeschafft werden«, heißt es im Aufruf. Gefordert wird ein »radikaler Kurswechsel in der Wohnungs- und Mietenpolitik«. Auch Politiker des rot-rot-grünen Senatsbündnisses in Berlin rufen zur Teilnahme auf. Berlin sitze »in der bundespolitischen Falle« und deshalb sei es auch für Parlamentarier »erste Bürgerpflicht« mitzudemonstrieren, sagt Katalin Gennburg, mietenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus. nic Seite 13

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