Werbung

Multilateralismus nach Gutdünken

Kurt Stenger über die Rolle der WTO im Zeitalter des neuen Protektionismus

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Freihandelsverträge und die WTO: Multilateralismus nach Gutdünken

Die WTO, was war das noch mal gleich? Die Zeiten, in denen die Welthandelsorganisation für die einen der Hort eines geregelten Freihandels war und für die anderen das Schreckgespenst einer Globalisierung im Interesse der Ersten Welt symbolisierte, sind lange vorbei. Die UN-Organisation fristet ein Schattendasein - selbstverschuldet, denn Entwicklungsländer haben hier genauso wenig zu sagen wie die Befürworter von Umwelt- und Sozialstandards im Welthandel. Stattdessen dominiert das Recht des Stärkeren: mittels bilateraler Freihandelsverträge und protektionistischer Hauruckmaßnahmen.

Wenn sich die EU im Streit um die neuen US-Stahlzölle jetzt plötzlich der WTO entsinnt, ist dies ein durchsichtiges Manöver. Die Europäer waren in den vergangenen Jahren ja besonders fleißig, wenn es darum ging, unter Umgehung dieser Organisation Abkommen abzuschließen. Jetzt sucht man sich beim Vorgehen gegen die USA die Rückendeckung internationaler Regelwerke. Selbst Donald Trump kommt nicht umhin, seine nationalistische Zollpolitik mit einem Passus aus dem GATT-Abkommen zu begründen, das die Grundlage der WTO-Arbeit darstellt. Doch genau das ist der Tod des Multilateralismus: wenn Staaten nur dann auf globale Regeln zurückgreifen, wenn es ihnen gerade mal in den Kram passt.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen