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Bahngesellschaften müssen Millionenstrafe an Thüringen zahlen

Erfurt. Für Vertragsverstöße wie Verspätungen oder ausgefallene Züge im Nahverkehr müssen mehrere Bahngesellschaften rund fünf Millionen Euro an das Land Thüringen zurückzahlen. Das sei ein Schätzwert für 2017, sagte Verkehrsministerin Birgit Keller (LINKE) am Dienstag auf Anfrage. Solche Zahlungen seien auch in den vorangegangenen Jahren üblich gewesen. 2016 habe der Betrag allerdings nur etwa drei Millionen Euro betragen. Zuerst hatte MDR Thüringen von den Vertragsstrafen berichtet. Den Anstieg begründete Keller mit einer Ausweitung des Schienennahverkehrs, aber auch damit, dass 2017 ein »Baustellenjahr« gewesen sei. Thüringen zahlt den Bahngesellschaften nach Angaben von Keller jährlich rund 200 Millionen Euro für den Schienennahverkehr. »Jeder Zug, der nicht fährt, wird nicht bezahlt.« Daraus resultierten große Teile der Rückzahlungen. dpa/nd

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