Werbung
  • Politik
  • Generalinspekteur der Bundeswehr

Zorn befiehlt

Personalie

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Zorn regiert jetzt die Bundeswehr. Der 58-Jährige wird am Donnerstag Nachfolger von Generalinspekteur Volker Wieker, der am Vorabend mit Großem Zapfenstreich Rentner wurde, nachdem seine Amtszeit extra verlängert worden war. Es heißt, man wollte der neuen Regierung die Entscheidung über den obersten Soldaten und wichtigsten Berater der Verteidigungsministerin überlassen.

Der bisherige GI war ein absoluter Glücksfall für Ursula von der Leyen (CDU). In Demut nahm er einen Gutteil fragwürdiger politischer Entscheidungen auf sich und sorgte dafür, dass der Unmut über die erste Frau an der Spitze des Verteidigungsministeriums in Grenzen blieb. Ob Generalleutnant Eberhard Zorn sich gleichfalls so zurücknehmen wird? Sein Plus: Er kennt die Berliner Schlangengrube, war bereits Referent und Referatsleiter im Bendler-Block. Dahin kam er 2015 zurück - als Leiter der Abteilung Führung Streitkräfte. Im August 2017 wechselte er an die Spitze der Abteilung Personal.

Der gelernte Artillerist, der 1978 in die Bundeswehr eintrat, bis 1983 die Offiziersschule absolvierte sowie Wirtschafts- und Organisationswissenschaften an der Bundeswehr-Universität in Hamburg studierte, ist ein Mann der Chefin und hat deren Reformen »mit verbockt«. Das macht ihn in den Augen der »Truppenopposition« verdächtig. Der Neue sei nur ein Schreibtischstratege, heißt es. Man versucht ihm militärische Kompetenz abzusprechen. Grund: Zorn war nie Chef bei einer Auslandsmission. Wohl aber Kommandeur der Division Schnelle Kräfte. Das ist so ziemlich das Beste, was die Bundeswehr aufzubieten hat. Der Division ist eine niederländische Brigade unterstellt. Diese Erfahrungen lassen Zorn geeignet erscheinen, die bilateralen Beziehungen der beiden Armeen weiter auszubauen - was ein Herzenswunsch der Ministerin ist. Auch nach Frankreich reichen Zorns Kontakte. Er hat zwei Jahre lang einen Generalstabslehrgang in Paris absolviert und wird sein Möglichstes tun, um die EU als ein zweites militärisches Standbein Deutschlands neben der NATO auszubauen.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen