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  • Berufsbildungsbericht der Bundesregierung

Eine Schule für alle!

Fabian Lambeck über die notwendigen Reformen im Bildungsbereich

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Blick in eine Berliner Willkommensklasse in der Albert-Gutzmann-Grundschule.
Blick in eine Berliner Willkommensklasse in der Albert-Gutzmann-Grundschule.

Es ist nur eine Fußnote im neuen Berufsbildungsbericht der Bundesregierung. Im Kleingedruckten wird dort ein Zusammenhang hergestellt zwischen schulischer Qualifikation und dem sozioökonomischen Status der Eltern. Denn die Segregation im Bildungsbereich verschärft sich weiter. Arme und Migranten wohnen in denselben Vierteln und besuchen dieselben Schulen.

Allein in Berlin gibt es Dutzende Grundschulen, an denen mehr als 80 Prozent der Schüler Deutsch nicht als Muttersprache nutzen. Wer erst einmal die Sprache lernen muss, in der er unterrichtet werden soll, hinkt von Anfang an hinterher. Zumal viele bildungsferne Eltern nicht an einen sozialen Aufstieg durch eben diese Bildung glauben. Diese Eltern haben erfahren, dass es für sie keinen Weg nach oben gibt. Dabei liegen sie so verkehrt nicht. Die soziale Durchlässigkeit in Deutschland ist tatsächlich geringer geworden.

Wenn die Bundesregierung zumindest einen Teil der sich aus dem demografischen Wandel ergebenden Probleme lösen will, dann führt kein Weg daran vorbei, die Bildungsapartheid abzuschaffen. Eine bessere Durchmischung der Schulen ist notwendig, dazu mehr Lehrpersonal mit Sprachkompetenzen und vor allem auch die Einbeziehung der Eltern. Der Bildungsföderalismus macht diese schwierige Aufgabe nicht einfacher.

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