Verkehrschaos wegen Bombenentschärfung droht

Für die Entschärfung einer Weltkriegsbombe in der Nähe des Hauptbahnhofs muss ein Sperrkreis von 800 Metern Radius eingerichtet werden. Wie die Polizei mitteilte, soll die Evakuierung am Freitag um 9 Uhr beginnen. Der Hauptbahnhof muss zeitweise komplett gesperrt werden. Die Deutsche Bahn stellt sich auf Behinderungen im Nah- und Fernverkehr ein.

In dem Sperrkreis rund um den Fundort des 500-Kilo-Blindgängers in der Heidestraße liegen auch der Bundesnachrichtendienst, das Bundeswirtschaftsministerium, Teile des Verkehrsministeriums, das Bundeswehrkrankenhaus sowie das Sozialgericht. Nach Angaben einer Kliniksprecherin muss nur ein Teil des Gebäudes geräumt werden. Auch die Charité muss teilweise evakuiert werden. Wie ein Sprecher mitteilte, ist der nordwestliche Teil des Campus Charité Mitte betroffen, nicht aber das Bettenhochhaus. Zudem müssten das Medizinhistorische Museum, Teile der Verwaltung, einige ambulante Bereiche und etwa 40 stationäre Betten geräumt werden.

Im Sperrkreis liegen die Bundesstraße 96, die Invalidenstraße sowie Teile der Fennstraße und Perleberger Straße. Auch die Lehrter Straße und die Scharnhorststraße werden nicht befahrbar sein. Frei sind nach Informationen der Polizei die Chausseestraße und die Berliner Ringbahn. Die Bombe wurde bei Bauarbeiten entdeckt. Der BVG-Nahverkehr werde nur an den Haltestellen direkt im Sperrkreis betroffen sein, sagte eine Sprecherin. Busse sollen den Hauptbahnhof umfahren, Straßenbahnen über Wendeschleifen umkehren. Lediglich die U-Bahn der Linie 55 werde während der Räumung komplett eingestellt. »Wir bleiben dicht an dem Sperrgebiet dran. Es kann allerdings zu Verspätungen kommen«, sagte die Sprecherin der BVG.

Für Betroffene, die während der Entschärfung eine Unterkunft benötigen, gibt es nach Informationen der Polizei zwei Sammelunterkünfte. Wie lange die Entschärfung dauern wird und wie viele Menschen betroffen sind, war zunächst unklar. dpa/nd Foto: dpa/Paul Zinken

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