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Wahlkampf der Dschihadisten

Olaf Standke über den jüngsten verheerenden Anschlag in Kabul

  • Von Olaf Standke
  • Lesedauer: 1 Min.

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Terrorattacken sind in Kabul grausamer Alltag. Und so zynisch es klingen mag: Auch die vielen Toten beim Selbstmordanschlag am Sonntag sind gar nicht so ungewöhnlich. Politisch besonders verheerend ist jedoch das Ziel der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat: ein Zentrum zur Registrierung von Wählern. Wenn Augenzeugen in Interviews den Behörden vorwerfen, sie nicht beschützen zu können, und wütende Demonstranten nicht nur den radikalen Islamisten, sondern auch der Regierung den Tod wünschen, dann wird die strategische Bedeutung einer solchen Attacke deutlich.

Kabul hat die ursprünglich schon 2015 geplante Parlamentswahl wegen logistischer Probleme, vor allem aber Sicherheitsbedenken immer wieder verschoben; zuletzt vor einigen Tagen auf den 20. Oktober. Jetzt können sich volljährige Afghanen in über 7000 Wahlzentren registrieren lassen. Doch nach diesem Sonntag wird ihre Angst weiter wachsen. Wobei man davon ausgeht, dass auch die Taliban sowie Warlords und regionale Milizen alles daran setzen werden, das Votum zu sabotieren. Erst am Freitag hatten Angreifer Raketen auf ein Wahlzentrum in der Provinz Badghis abgefeuert. Demokratie kann unter diesen Bedingungen nicht gedeihen, zumal die Taliban ohnehin 15 Prozent des Landes kontrollieren. Es ist zu befürchten, dass der Wahltermin nicht zum letzten Mal verschoben wurde.

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