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Das Mirakel Beverich

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Seit Jahr und Tag kündet die unten eingebettete Zeichnung davon: Ein Becher Kaffee kann das hier durch ein Unlustgesicht symbolisierte Montagmorgengefühl in positivere, die Arbeitswoche bejahende Emotionen verwandeln! Seit vergangenem Montag aber steht in diesem Hause diejenige Minderheit überwiegend dienstälterer Mitarbeiter, die sich zur Befriedigung dieses Trostbedürfnisses statt der topmodernen Kapselapparatur des guten alten Kaffeeautomaten am verbreiterten Ende des im Jargon ob seiner Farbe angeblich als »Pissrinne« bezeichneten Redaktionshauptflurs bedient, vor einem Mirakel.

Nachdem sie nämlich gewohnt roboterhaft zur Quelle der Plörre geschlappt sind, die Maschine mit den gewohnten 35 Cent gefüttert und den kaum weniger gewohnten Gedanken melancholisch einmal hin- und hergewälzt haben, ob der an derselben aufgebrachte Herstellername eigentlich eine Unternehmerfamilie bezeichnet oder doch eine Kundenverhöhnung darstellt, insofern sich »Beverich« aus den englischen Vokabeln für »Getränk« - »Beverage« - sowie »reich«, also »rich«, zusammensetze, womit ja nun eher die in dem Kasten vergegenständlichte Profitrate gemeint sein müsse als etwa die Geschmacksnote seines Produktes, nachdem sich die Mitglieder dieser kaffeekonsumptiven Redaktionsnachhut also der beruhigenden Normalität ihrer Routine versichert und wie gewohnt auf »weiß ohne Zucker« getippt haben - spuckt der Automat eine heiße, süßliche Flüssigkeit aus, die vermutlich als »Zitronentee« zu identifizieren ist!

Da nun Mitarbeiter der ideologischen Branchen wissen, dass nichts ist, wie es scheint und insofern ein bloßer Irrtum des Herrn vom Nachfülldienst wohl kaum eine erschöpfende Antwort darstellen dürfte, schlagen seither die Spekulationswellen höher als an der Wall Street: Während manche einer optimistischen Lesart zugeneigt sind, der zufolge diese sinnliche Überraschung als frühlingshafte Ermunterung seitens des gerüchteweise jüngst im Haus gesichteten Geistes des Politbüros oder Zentralkomitees der Sie-wissen-schon zu deuten sei, der Sinn des Unerwarteten also in einem Appell bestehe, nicht nachzulassen im Bestreben, das notwendig Richtige stets neu und fantastisch erblühen zu lassen, haben andere das Rechnungswesen im Verdacht, das aus Produktivitätsgründen die Kaffeepausenzeiten zumal erfahrener Textesel zu minimieren trachte - wohingegen die aufgrund ihrer Konsumpraktiken freilich selbst nicht betroffenen technik- und zukunftsaffinen Fraktionen darauf verweisen, eine »KI« könne sich via Stromkabel des Maschinchens bemächtigt haben, weswegen man sich selbstkritisch fragen solle, was man so auf Facebook »liked«.

Zur Aufklärung des Mirakels wird am heutigen Montag gegen 12 Uhr ein offenes Brainstorming stattfinden, zu dem interessierte Anwohner und Leser herzlich eingeladen sind, sofern sie sich bereitfinden, die besagte Flüssigkeit bis zur Neige zu verkosten.

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