Die Realität der Sklaverei wird verleugnet

Im westafrikanischen Mali wirbt die Nichtregierungsorganisation Temedt für ein gesetzliches Verbot

  • Von Odile Jolys, Bamako
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.
Intamat Yattara und Aïchatou Touka haben eine Vergangenheit als Sklaven und eine Gegenwart als Flüchtlinge.

Die 35-jährige Aïchatou Walette Touka sitzt allein in den karg eingerichteten Raum ihres Hauses am Rande von Bamako, der Hauptstadt Malis. In ihrer Hand hält sie verschiedene Rechnungen - für Telefon, Ärzte und Medikamente. Ohne ein Wort, denn sie spricht kein Französisch, reicht sie diese mir. Das Gespräch hat noch nicht angefangen. Ihr Mann, Intamat Yattara, der übersetzen wird, ist kurz weggegangen. Sie ist müde und hat sichtlich keine Lust, ihre Geschichte noch einmal zu erzählen.

Aïchatou Touka war Sklavin. Sie war sieben Jahre alt, als ihre Mutter starb und der Meister kam, um sie und ihre drei Geschwister mitzunehmen. Machtlos fügte sich auch ihr Vater dem Willen des Meisters. Die Familie war eine Sklavenfamilie, ein sozialer Status in Mali. Der Vater konnte nichts unternehmen, seine Kinder gehörten dem Meister. Sklaverei dauert in Mali in allen ethnischen Gruppen an und ist besonders im Norden des Landes anzutreffen, wo di...

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