Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Hakenkreuz-Ausrede

Theater Konstanz

Im Streit um die Konstanzer Inszenierung von George Taboris »Mein Kampf« in Regie von Serdar Somuncu hat das Theater Vorwürfe zurückgewiesen. Mit dem Angebot an Zuschauer, dass sie eine Freikarte bekommen, wenn sie mit einer Hakenkreuz-Armbinde erscheinen, habe man bewusst »eine Debatte angestoßen«, teilte das Theater Konstanz mit. Dabei gehe es darum, »wie wir, besonders über Generationen hinweg, umgehen mit der Erinnerung an die Verbrechen der Nazizeit«.

Am Premierenabend sah man allerdings nach Angaben des Theaters im Foyer einige Zuschauer mit selbst gebastelten Schildern, darauf zum Beispiel: »Ich habe meine Karte bezahlt.« Hakenkreuzler erschienen keine, obwohl es zwölf Anfragen gab.

Die Reaktion des Publikums sei ein Zeichen von »eigenverantwortlichem Denken und Mut« gewesen. »So sieht Auseinandersetzung, so sieht Verantwortung aus. Wir sind stolz auf unser Publikum.« Die Freikarten-Idee war - ebenso wie die Tatsache, dass das Premierendatum auf den Geburtstag von Adolf Hitler fiel - vielfach auf Unverständnis und Kritik gestoßen. dpa/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln