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Solidarisch behütet

Kippa-Demonstrationen gegen Antisemitismus in mehreren deutschen Städten

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Bodo Ramelow (Linkspartei), Ministerpräsident von Thüringen, mit Kippa in Erfurt
Bodo Ramelow (Linkspartei), Ministerpräsident von Thüringen, mit Kippa in Erfurt

Berlin. Anlässlich der bundesweiten Demonstrationen gegen Antisemitismus am Mittwoch haben Politiker und Verbände ein konsequentes Vorgehen gegen Judenhass gefordert. Das »Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus« plädierte dafür, die Perspektiven der von Judenhass Betroffenen stärker in den Mittelpunkt der Debatte zu rücken. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) sagte: »Jüdinnen und Juden müssen in Deutschland sicher leben können - das ist nicht verhandelbar.«

In Berlin hatte die Jüdische Gemeinde für Mittwochabend zu einer Kundgebung »Berlin trägt Kippa« aufgerufen. Die Demonstration sollte nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe beginnen. Auch in anderen Städten waren Aktionen geplant. In Erfurt nahmen bereits am Nachmittag nach Veranstalterangaben rund 400 Menschen an einem Rundgang durch die Stadt teil.

Der Berliner Imam Kadir Sanci, der dem geplanten Lehr- und Gebetshaus von Muslimen, Christen und Juden »House of One« angehört, begrüßte die Solidaritätskundgebungen mit der Kippa. »Den Kopf zu bedecken ist auch Teil unserer islamischen Tradition«, sagte Sanci. »Wir, das Judentum und der Islam, haben so viel gemeinsam.«

Auslöser für die Aktionen war der gewalttätige Übergriff auf zwei Kippa tragende Männer am Dienstag der vergangenen Woche im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg. Ein Mann hatte auf einen 21-Jährigen mit einem Gürtel eingeschlagen. Der mutmaßliche Täter, ein Palästinenser aus Syrien, sitzt nun in Untersuchungshaft.

Laut Polizei wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 1453 antisemitische Straftaten registriert. Bei 1377 dieser Delikte gehen die Behörden von rechtsextrem motivierten Tätern aus. nd Seiten 5 und 13

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