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Mit dem »Papierflieger« unterwegs

Im Nahen Osten gibt es Flüge, die gibt es eigentlich gar nicht

  • Von Oliver Eberhardt
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Am Montag um 11.24 Uhr landet auf dem Flughafen Tel Aviv die Boeing 737 aus Kairo, auf dem Rumpf der Schriftzug der Star Alliance und darunter, viel kleiner, das Logo der ägyptischen Fluggesellschaft Egypt Air. Der 62-jährige Planespotter Avi Schteinberg ist aufgeregt: Es passiere ausgesprochen selten, dass eine Maschine der Egypt Air in Tel Aviv landet, sagt der Flugzeugbeobachter. Normalerweise fliegen auf der Strecke weiße Maschinen ohne Unternehmenslogo.

»In all den Jahren, in denen ich schon an den Flughafen komme, habe ich vielleicht vier- oder fünfmal eine Egypt Air zu sehen bekommen«, sagt Avi Schteinberg. Denn offiziell fliegt die Gesellschaft Tel Aviv gar nicht an. Offiziell ist sie sogar nicht einmal an diesem Montag hier gelandet, sondern ein Flug der Air Sinai. Mehrere Male in der Woche fliegt diese Linie zwischen Tel Aviv und Kairo mit den Flugnummern 4D54 und 4D55 - eigentlich eine gute Sache, denn der Landweg von I...


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