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Film in Kenia verboten

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Der erste kenianische Film, der jemals beim diesjährigen Festival in Cannes gezeigt wird, ist in Kenia verboten. Die Regisseurin des Streifens über eine Liebe zwischen zwei Frauen teilte die Entscheidung der Behörden mit. »Ich bedauere es sehr, ankündigen zu müssen, dass unser Film ›Rafiki‹ in Kenia verboten wurde«, schrieb Wanuri Kahiu am Freitag auf Twitter. »Wir glauben, erwachsene Kenianer sind reif und kritisch genug, um heimischen Inhalt zu sehen, aber ihr Recht darauf ist ihnen verweigert worden.« Der Film soll in Cannes vom 8. bis 19. Mai gezeigt werden.

Der Film »Rafiki«, was auf Kisuaheli Freund/Freundin bedeutet, erzählt die Geschichte von zwei sehr unterschiedlichen jungen Frauen, die sich in der kenianischen Hauptstadt Nairobi kennenlernen und verlieben. Im Folgenden müssen sie sich entscheiden zwischen ihrer Liebe und ihrer Sicherheit. Der Film basiert nach Angaben der Regisseurin auf die Kurzgeschichte »Jambula Tree« der ugandischen Autorin Monica Arac de Nyeko.

Das Verbot des Films wurde von zahlreichen Menschenrechtlern und Aktivisten kritisiert. Es stelle sich die Frage, warum die Filmkontrollbehörde die Ausstrahlung von »Rafiki« untersagt habe, obwohl ihr Leiter den Film als Geschichte über die aktuelle Realität gelobt habe, erklärte die Homosexuellenorganisation NGLHRC. In Kenia ist homosexueller Sex verboten und kann mit bis zu 14 Jahren Haft bestraft werden. Das Oberste Gericht verhandelt derzeit einen Fall, der zu einer Legalisierung von Homosexualität führen könnte. epd/nd

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