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  • Reglementierung der Lebensmittelindustrie

Du bist, was du essen musst

Grit Gernhardt findet, dass die Lebensmittelindustrie etwas ändern müsste

  • Von Grit Gernhardt
  • Lesedauer: 1 Min.

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Die meisten Menschen in industrialisierten Gesellschaften essen zu viel Zucker, Fett und Salz. Das ist keine neue Erkenntnis, auch die steigende Zahl von ernährungsbedingten Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Gelenkbeschwerden spricht eine deutliche Sprache. Nun könnte man sagen, dass jeder Mensch seines eigenen Glückes Schmied und damit auch für seine eigenen Essgewohnheiten zuständig ist.

Doch so einfach ist es nicht, denn die Industrie, die gut am Verkauf von Lebensmitteln mit vielen Zusatzstoffen und wenig Nährwert verdient, hat kaum Interesse daran, Konsumenten frei entscheiden zu lassen. Dafür gibt sie jährlich Milliarden für Werbung aus und sponsort gar Schulveranstaltungen. Auch verständliche Nährwertangaben verhindert sie seit Jahren.

Nun wäre es der Politik ein Leichtes, die Hersteller gesetzlich zu einer besseren Kennzeichnung zu zwingen, doch außer Absichtserklärungen kommt aus dem zuständigen Agrarministerium selten etwas. Auch dessen neue Chefin Julia Klöckner kommt über Lippenbekenntnisse nicht hinaus. Sie wolle sich für gesündere Ernährung und eine bessere Kennzeichnung einsetzen, sagte sie - doch möglichst nicht gegen den Willen der Industrie. So bald ist eine verbraucherfreundliche Lösung also nicht zu erwarten - und die Verantwortung wird wieder allein den Käufern überlassen.

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