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  • Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten

Flüchtlingsamts-Präsidentin Langeheine hört auf

Integrationsstaatssekretär Daniel Tietze soll den Posten kommissarisch übernehmen

  • Lesedauer: 2 Min.

Berlin. Nach weniger als zwei Jahren räumt die Präsidentin des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF), Claudia Langeheine, ihren Posten. Sie habe sich im Einvernehmen mit Sozialsenatorin Elke Breitenbach (LINKE) zu diesem Schritt entschieden, teilte die Verwaltung am Montag mit. Grund seien unterschiedliche Vorstellungen über die Weiterentwicklung der Behörde. Zu Details äußerte sich die Verwaltung nicht. Kommissarisch soll zunächst Integrationsstaatssekretär Daniel Tietze das Amt leiten.

Breitenbach bedankte sich »ausdrücklich« bei Langeheine, die mit außerordentlich hohem Engagement Verantwortung im Flüchtlingsmanagement in einer besonders schwierigen Zeit übernommen und Berlins jüngste Behörde mit geplant und aufgebaut habe. Unter ihrer Leitung seien die meisten Notunterkünfte in Berlin geschlossen worden. Es seien neue Standorte an das Netz gebracht und die medizinische Versorgung der Geflüchteten gestärkt worden.

Claudia Langeheine übernahm das neu gegründete Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten am 1. August 2016. Zuvor war sie Direktorin des Landesamts für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten und leitete kommissarisch die Ausländerbehörde. Die 1967 im niedersächsischen Celle geborene Juristin arbeitete zudem unter anderem ehrenamtlich als Ausbildungspatin beim Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

Das LAF löste 2016 das wegen Überforderung beim Flüchtlingsmanagement heftig kritisierte Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) ab. Nur wenige Monate später klagten Mitarbeiter der neuen Behörde in einem Brandbrief über erhebliche Arbeitsüberlastung. Das LAF kümmert sich um alle Fragen der Registrierung, Versorgung und Unterbringung von Flüchtlingen. Agenturen/nd

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