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Rund um die Uhr verlassen Passagiere und Güter den Seehafen Rostock, während andere gerade eintreffen. Entlang der Unterwarnow zieht sich dieser riesige Umschlagplatz bis weit in die Stadt hinein, deren Pulsschlag er mitbestimmt. Die Geschichte des Hafens geht bis ins 13. Jahrhundert zurück, als das Bier eines der wichtigsten Exportgüter war. Nach einer Zeit des Niedergangs erlebte er im 19. Jahrhundert eine zweite, bescheidenere Blüte, ehe er in der DDR zu einem der größten Arbeitgeber an der Ostseeküste avancierte. Den Massenentlassungen nach 1990 folgte allmählich wieder ein Aufschwung, an dessen vorläufigem Ende ein illustres Nebeneinander von Güterverschiffung, Fähr- und Kreuzfahrttourismus und Stadtmarketing steht.

In eindrucksvollen Fotografien hat Uwe Jacobshagen nicht nur die betriebsame Geschäftigkeit selbst bei tiefer Nacht eingefangen und dem Fernweh Ausdruck verliehen, das im Meer dem Horizont entgegenschwappt. Er hat sein Augenmerk auch auf die Menschen gerichtet, die den Hafen erst zum Leben erwecken: die Kapitäne und Lotsen, die Kraftfahrer und Seeleute aus aller Welt. mha Foto: Uwe Jacobshagen

Uwe Jacobshagen: Seehafen Rostock. Ein fotografisches Porträt. Mit Texten von Rita B. Wahl. Mitteldeutscher Verlag, 152 S., geb., 25 €.

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