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Teurer saufen, weniger saufen?

Grit Gernhardt über die debattierte Preissteigerung für Alkohol

  • Von Grit Gernhardt
  • Lesedauer: 1 Min.

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Alkohol ist hierzulande billig - zu billig, finden viele, denn der Einstieg in die Sucht wird dadurch gerade Kindern und Jugendlichen leicht gemacht. Wer nicht gerade auf 80 Jahre gereiften Whiskey oder den Domaine de la Romanée-Conti aus dem Jahr 2004 für 7300 Euro steht, findet in jedem Supermarkt genug Auswahl an billigstem Fusel, der das tut, was er nach Meinung vieler tun soll: Er knallt rein. Doch gesund ist übermäßiges Trinken nicht, besonders wer früh anfängt, rutscht oft in eine Sucht ab.

Um das zu verhindern, wurden etwa die zuckrigen Alcopops bereits 2004 mit einer Sondersteuer belegt. Mit Erfolg: Der Konsum ging deutlich zurück. Nachdem Schottland gerade als weltweit erstes Land einen Mindestpreis auf Alkohol eingeführt hat, ist nun auch hierzulande die Diskussion um eine Sondersteuer für Alkohol neu entbrannt.

Preissteigerungen sind grundsätzlich ein gutes Mittel, um das Konsumverhalten zu steuern, allerdings haben sie mehrere Haken. Erstens werden sie oft umgangen, es entwickelt sich möglicherweise ein Schwarzmarkt für selbst gebrannten Schnaps. Zweitens gehört zu einer sinnvollen Suchtprävention nicht nur das Verteuern des Suchtstoffes, sondern auch Aufklärung. Solange Bier, Schnaps und Wein nämlich zur Kultur gehören, wird es schwierig, Jugendlichen das Saufen durch höhere Preise abzugewöhnen.

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