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Union bleibt in Liga zwei

Die Berliner gewinnen mit 3:1 gegen den VfL Bochum

  • Von Florian Lütticke
  • Lesedauer: 3 Min.

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Der 1. FC Union Berlin hat sich der letzten Abstiegssorgen entledigt und den Klassenverbleib in der 2. Fußball-Bundesliga perfekt gemacht. Die Köpenicker bezwangen am Sonntagnachmittag den VfL Bochum mit 3:1 (1:0) und retteten sich damit einen Spieltag vor Ende einer insgesamt enttäuschenden Saison. Die Gäste aus dem Revier verspielten hingegen die letzte kleine Chance auf die Aufstiegsrelegation zur Bundesliga. Kenny Prince Redondo (45. Minute), VfL-Verteidiger Danilo Soares (47.) per Eigentor und Steven Skrzybski (90.+1) erzielten vor 22 012 Zuschauern im ausverkauften Stadion An der Alten Försterei die Treffer für die Mannschaft von Trainer André Hofschneider. Lukas Hinterseer (86.) schaffte nur den zwischenzeitlichen Anschluss für Bochum.

Trotz des ersten Heimerfolges nach zuvor vier sieglosen Spielen vor eigenem Publikum bleiben angesichts des leistungsmäßigen Absturzes rund um die Trennung von Trainer Jens Keller Anfang Dezember reichlich Fragen für die neue Spielzeit. Am kommenden Sonntag tritt der 1. FC Union am letzten Spieltag dieser Saison bei der immer noch abstiegsbedrohten SG Dynamo Dresden an. Die Sachsen trennten sich im Ostderby in Aue torlos vom FC Erzgebirge. Für beide war der Punkt zu wenig, um sich vorzeitig zu retten.

Beim 1. FC Union Berlin ging es darum, »diese Saison zu einem zumindest halbwegs versöhnlichen Abschluss zu bringen« hatte Vereinspräsident Dirk Zingler vor dem Spiel gefordert und die »größtmögliche Unterstützung« der Fans erbeten. Sowohl Kulisse als auch Leistung stimmten zu Beginn: Union setzte die Bochumer früh unter Druck. Nach einem Rückpass wartete VfL-Keeper Manuel Riemann zu lange, schoss Redondo an, der Abpraller sprang jedoch nicht in Richtung Tor (5.). Im Vergleich zum schwachen Auftritt in der Vorwoche beim 1:3 in Darmstadt nahm Hofschneider in seiner Anfangsformation vier Wechsel vor. Aus dem defensiven Mittelfeld leitete der wieder genesene Grischa Prömel mehrfach gefährliche Vorstöße ein.

In der Defensive präsentierte sich Union deutlich gefestigter. Nach gut 20 Minuten kam Bochum zwar stärker auf, blieb jedoch in der ersten Hälfte ohne zwingende Chance. Stattdessen nutzte Union eine Unaufmerksamkeit kurz vor der Pause. Die Hereingabe von Simon Hedlund leitete Dennis Daube einfach weiter - und Redondo schob überlegt ein.

Zahlreiche Punkte hatte Union in der Vergangenheit nach einer Führung verspielt. Doch diesmal legten die Köpenicker nach: Hedlund vergab 14 Sekunden nach Wiederanpfiff das 2:0. Keine Minute später sorgten die Bochumer für den Treffer: Einen Freistoß von Marvin Friedrich lenkte VfL-Verteidiger Danilo Soares per Kopf ins eigene Netz. Nachdem die Bochumer noch zum Anschluss gekommen waren, sorgte Skrzybski endgültig für den befreienden Jubel.

Groß gejubelt wurde auch in Sandhausen. Nicht beim gastgebenden SV, der nach dem 0:2 gegen Nürnberg noch um den Klassenerhalt zittern muss. Der Club hingegen übernahm mit dem Sieg die Tabellenführung und feierte seinen insgesamt achten Bundesligaaufstieg. dpa/nd

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