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Tänzerisches Gipfeltreffen

  • Von Volkmar Draeger
  • Lesedauer: 1 Min.

Wenn sich an diesem Sonnabend in der Akademie der Künste der Vorhang zu »Vogelsang meets Hoyer« teilt, dann ist dies eine Premiere der besonderen Art. Zum einen treffen hier die Spitzenwerke zweier der wichtigsten Choreografinnen aus der späten Ausdruckstanz-Ära aufeinander. Beide wurden sie in Dresden geboren, Marianne Vogelsang 1912, Dore Hoyer 1911; beide wirkten in Berlin, erst im Ostteil, ehe die Realismus-Doktrin der 1950er Jahre sie gen West trieb; und beide starben in dieser Stadt, Vogelsang 1973, Hoyer durch Freitod bereits 1967, zermürbt durch das mangelnde Interesse an einer Fortführung des Erbes etwa einer Mary Wigman.

Zum anderen ist mit Nils Freyer ein sensibler Absolvent der Staatlichen Ballettschule Berlin am Werk, der sich auf Ausdruckstanz versteht. Mit Vogelsangs »Bach-Präludien«, im Jahr ihres Todes entstanden und als Quersumme eines Lebens gesehen, und Hoyers »Afectos humanos« von 1962 bringt er verschieden temperierte Zyklen zusammen, die zuvor nie gemeinsam auf einer Bühne gezeigt wurden. Die an Bachs Musik gestählte tänzerische Formenstrenge des ersten Zyklus begegnet in »Afectos« extremen menschlichen Leidenschaften: Eitelkeit, Begierde, Hass, Angst, Liebe. Volkmar Draeger

13.5., 19.30 Uhr, Akademie der Künste, Hanseatenweg, Tiergarten

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