Werbung

Nachrufe

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Afonso Dhlakama

1. 1. 1953 - 3. 5. 2018

Er war der gewichtigste Gegenspieler der linken Frelimo-Regierung in Mosambik: Afonso Dhlakama. Kurz kämpfte er im Befreiungskrieg zwar selbst in den Reihen der Frelimo, doch im zwei Jahre auf die Unabhängigkeit folgenden Bürgerkrieg (1977-1992) bekämpfte Dhlakama als Chef der rechtsgerichteten Renamo mit Unterstützung des südafrikanischen Apartheid-Regimes die Regierung von Samora Machel und dessen Nachfolger Joaquim Alberto Chissano. In dem Konflikt starben mehr als eine Million Menschen.

Nach dem Friedensschluss wurde die Renamo eine politische Partei, schaffte es aber nicht, die Frelimo bei Wahlen zu besiegen. Dhlakama unterlag bei mehreren Präsidentschaftswahlen und beklagte Manipulationen. 2014 kündigte er sogar an, den bewaffneten Kampf wieder aufzunehmen, und die Renamo verübte mehrere Anschläge, bis im Mai 2017 eine unbefristete Waffenruhe vereinbart wurde. bei den Präsidentschaftswahlen 2019 wollte Afonso Dhlakama gegen Amtsinhaber Filipe Nyusi von der Frelimo antreten. Mit Nyusi hatte Dhlakama immer wieder direkt über Waffenruhe und über Friedensbedingungen verhandelt, aber zumeist hielt er sich in seiner Heimatregion Gorongosa weitab der Hauptstadt Maputo versteckt. ml

Harald Range

16. 2. 1948 - 2. 5. 2018

Bekannt wurde der Generalbundesanwalt Harald Range, als er im November 2012 Anklage gegen Beate Zschäpe erhob. Das Verfahren gegen die mutmaßliche Mittäterin des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) läuft in München immer noch. Range schied jedoch 2015 aus dem Amt aus - nach einer Auseinandersetzung mit dem damaligen Justizminister Heiko Maas (SPD). Es ging um die Ermittlungen gegen Journalisten des Blogs Netzpolitik.org wegen Landesverrats, weil sie vertrauliche Dokumente des Verfassungsschutzes veröffentlicht hatten. Range gab an, vom Justizministerium angewiesen worden zu sein, die Ermittlungen einzustellen, was er als einen »unerträglichen Eingriff in die Unabhängigkeit der Justiz« bezeichnete. Maas widersprach und versetzte Range in den Ruhestand.

Letztlich war Range nur vier Jahre oberster Bundesanwalt, 2011 hatte er das Amt angetreten. Für seine Behörde war es aber eine bewegte Zeit - in die auch die NSA-Affäre fiel. Weil nicht zu beweisen war, dass der US-Geheimdienst das Kanzlerin-Handy überwachte, stellte er die Ermittlungen ein. sot

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen

nd-Kiosk-Finder