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Ein Girls’ Day im Jahr reicht nicht

Lena Tietgen über den geringen Frauenanteil in den MINT-Berufen in Deutschland

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MINT-Fachkräfte werden gebraucht. Mit Blick auf die zunehmenden globalen Probleme, von Klima bis Armut, Krieg bis Flucht, wird der Bedarf nach dem Know-how der MINT-Fächer eher wachsen als abnehmen. Dass jedoch in Deutschland Frauen noch immer unterrepräsentiert sind, ist fatal, und es ist auch nicht mehr zu rechtfertigen. Denn anders als zur Zeit der Industrialisierung kann heute das Erlernen und Ausüben dieser Berufe nicht geschlechtsspezifisch begründet werden. Immer wieder wird betont, dass es Frauen und Mädchen nicht an Wissen oder Können fehle. Im Gegenteil, wie diverse Forschungen und die PISA-Ergebnisse zeigen, stehen sie häufig besser da als Jungs und Männer. Anscheinend aber fehlt jungen Frauen und Mädchen immer noch der Mut, sich in der Männerdomaine zu behaupten.

Doch obliegt es Mädchen und Frauen allein, sich als Individuen durchzuboxen? Mitnichten. Die Abdeckung eines notwendigen Bedarfs an MINT-Berufen, Fächern, Ausbildungsstellen und Studiengängen liegt in der Verantwortung der gesamten Gesellschaft. Da bekanntermaßen der Markt nicht alles regelt, auch nicht hinsichtlich des Bedarfs an MINT-Fachkräften, braucht es staatliche Intervention. Die diversen Förderprogramme, gezielt initiierte Begegnungen weiblicher Führungskräfte mit weiblichem Nachwuchs oder der sich jährlich wiederholende Girls’ Day, reichen nicht aus. Was fehlt, ist die gesellschaftliche Akzeptanz. Es mangelt an einer klaren politischen Aussage, dass Mädchen und Frauen in diesen Berufen, Ausbildungsstätten und Projektklassen nicht nur gern gesehen sind.

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