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freiLand erforderlich

Andreas Fritsche zur Zukunft eines Jugendzentrums in Potsdam

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: 2 Min.

Das Jugendkulturzentrum »freiLand« in Potsdam darf nicht aufs Spiel gesetzt werden. Der Stadt der preußischen Schlösser und Gärten würde etwas sehr Wichtiges fehlen, wenn es diesen beliebten Treffpunkt, dieses basisdemokratisch organisierte Labor alternativer Kultur und solidarischen Wirtschaftens nicht mehr gäbe. Rassismus, Sexismus und Gewalt werden dort nicht akzeptiert, dagegen - obwohl es doch ein Jugendzentrum ist - Menschen jeden Alters. Dass der AfD ein solches »Freiland« ein Dorn im Auge ist, verwundert nicht und ist ein Grund mehr, das Zentrum zu erhalten.

Die Landeshauptstadt Potsdam hat schon länger mit Wohnungsnot und steigenden Mieten zu kämpfen als die benachbarte Bundeshauptstadt Berlin. Auch in Potsdam stellt sich die Frage: Wem gehört die Stadt? Etwa allein den Reichen und den Prominenten, die sich dort niedergelassen haben?

Der Kampf um öffentliche Räume tobt seit Jahren, entzündete sich in der Vergangenheit beispielsweise an der Sperrung von Uferwegen durch Anlieger. Das Ringen um die alte Fachhochschule, die ein Haus der Stadtgesellschaft hätte werden können, ging gerade verloren. Das Gebäude wird gegenwärtig abgerissen. Die entscheidende Schlacht um das leer stehende Terrassenrestaurant »Minsk«, das eine Kita beherbergen könnte, steht unmittelbar bevor.

In dieser Situation ist die Nachricht beängstigend, dass die Stadtwerke den Pachtvertrag für das freiLand-Gelände nicht verlängern möchten. Beruhigend sind immerhin die allseitigen Beteuerungen, das Jugendzentrum solle nicht geschlossen werden, sondern es gehe im Gegenteil darum, das freiLand langfristig zu sichern.

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