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Der HSV feiert, Wolfsburg machts geheim

Zwei Klubs auf zwei Wegen zum Ziel Klassenerhalt

  • Von Christoph Stukenbrock und Peer Lasse Korff
  • Lesedauer: 2 Min.

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Das Halligalli beim Hamburger SV ließ Bruno Labbadia kalt. Während in der Hansestadt rund 2000 Fans ihre Mannschaft und Trainer Christian Titz beim Training mit lautem Applaus und Sprechchören feierten, schirmte der Wolfsburger Coach sein Team ab. Statt öffentlicher Folklore war bei den Wölfen Geheimtraining angesagt. Aktionismus sei »das schlechteste, was man in diesem Fall machen kann. Das sagt meine Erfahrung«, meint Labbadia. Der Endkampf gegen den Abstieg wird zum Nervenspiel, das Fernduell zwischen Wolfsburg und dem HSV elektrisiert - und mobilisiert, zumindest in Hamburg, die Massen.

HSV-Coach Titz registrierte die Volksfeststimmung im Volkspark mit großer Freude und einem strahlenden Lächeln: »Es ist gut, dass die Spieler merken, dass die Menschen an sie glauben. Das tut gut und gibt Selbstvertrauen.« Und der 47-Jährige hatte noch einen weiteren Grund zu guter Laune. Wie der HSV am Donnerstag mitteilte, steht eine ligaunabhängige Vertragsverlängerung des Trainers kurz bevor.

Bei all dem Trubel rückte die triste (tabellarische) Realität in den Hintergrund: Hamburgs Fußballer starten mit der schlechtesten Ausgangsposition in den Showdown am letzten Spieltag der 1. Bundesliga, der Absturz in die Zweitklassigkeit ist die wahrscheinlichste Option. Zur Erinnerung: Der HSV benötigt am Sonnabend im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach als Tabellenvorletzter zwingend einen Sieg, um in der dritten Relegation binnen fünf Jahren noch die Chance auf den Klassenerhalt zu haben. Gleichzeitig muss der VfL Wolfsburg sein Heimspiel gegen den bereits als Absteiger feststehenden 1. FC Köln verlieren.

Titz’ Optimismus ist trotzdem ungebrochen. Schafft es der HSV? »Ich glaube daran. Ja«, antwortete er auf die Frage aller Fragen. Sieben Punkte betrug der Abstand zum rettenden Ufer, als Titz die Hamburger im März übernommen hatte: »Wenn mir jemand gesagt hätte, dass wir am letzten Spieltag bis auf zwei Punkte dran sind, hätte ich das unterschrieben.« In Wolfsburg hat der Glaube an Labbadia und seine hoch bezahlten Spieler angesichts von nur einem Sieg aus den letzten 13 Ligaspielen zuletzt arg gelitten. Besonders die 1:3-Pleite vor zwei Wochen im Heimspiel gegen den HSV nahmen die Fans dem Team übel.

Und was passiert in Freiburg? Bei einer Heimniederlage gegen Augsburg und einem Wolfsburger Sieg könnte der SC noch auf den Relegationsplatz rutschen? »Wir müssen nur die Nerven behalten«, sagte Torwart Alexander Schwolow. Leichter gesagt als getan, auch wenn den Freiburgern ein Punkt zur Rettung reicht. SID/nd

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