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Bluttest zeigt Schmerzen an

Hilfreich besonders für Babys, Demenzkranke und auch Tiere

  • Von Barbara Barkhausen, Sydney
  • Lesedauer: 2 Min.

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Ein neuer Bluttest, der chronische Schmerzen anhand von Farb-Biomarkern identifiziert, soll die Diagnose in der Medizin revolutionieren, sagen australische Forscher. Biomarker sind biologische Merkmale, die objektiv gemessen und bewertet werden können, zum Beispiel das Blutbild eines Menschen.

Viele Kranke können ihre Schmerzen natürlich selbst beschreiben und lokalisieren, doch im Falle von Babys, Kleinkindern oder älteren Menschen, die beispielsweise an Demenz erkrankt sind, kann der neue Test helfen herauszufinden, wie extrem die Schmerzen sind und ob sie bereits chronisch sind.

»PainHS«, wie der neue Test heißt, ist der weltweit erste Test dieser Art. Er wurde von einem Team australischer Wissenschaftler entwickelt, nachdem sie herausfanden, dass chronischer Schmerz in den Immunzellen eine andere Farbe hat als akuter Schmerz. Der Test ist in der Lage, mit Hilfe von Lichtmessinstrumenten zwischen den Farben des Schmerzes zu unterscheiden und somit chronische Schmerzen zu erkennen. »Wir quantifizieren buchstäblich die Farbe des Schmerzes«, sagte der Neurowissenschaftler Mark Hutchinson von der Universität Adelaide. Er hofft, dass der Test eine kostengünstige Möglichkeit für Ärzte sein wird, die Schwere chronischer Schmerzen bei Patienten mit Rückenproblemen, Krebs und Migräne genau zu bestimmen. »Die Schmerzen selbst zu beschreiben, wird immer noch Schlüssel sein, aber dies erlaubt nun diesen vergessenen Menschen, die nicht in der Lage sind, ihre Schmerzzustände zu kommunizieren wie Babys oder Menschen mit Demenz, ihren Zustand diagnostiziert und behandelt zu bekommen.«

Zudem hat der australische Mediziner die Hoffnung, dass sein neuer, kostengünstiger Test auch die Schmerzbehandlung für Tiere revolutionieren wird. »Tiere können uns nicht sagen, ob sie Schmerzen haben, aber wir haben hier einen Doktor Doolittle-Test, mit dem wir mit den Tieren ‚reden‘ können, damit wir herausfinden können, ob sie Schmerzen haben und dann können wir ihnen helfen«, sagt er.

Der Forscher hofft, dass der Test, der diese Woche vor der Fakultät für Schmerzmedizin am australischen und neuseeländischen Institut für Anästhesisten vorgestellt wurde, innerhalb der nächsten 18 Monate für Mediziner erhältlich ist. Letztendlich soll der Test auch zu einer neuen Generation an Medikamenten führen. Diese Medikamente sollen chronische Schmerzen besser adressieren und unter Umständen auch Testphasen eliminieren, während derer bisher Placebos zum Einsatz kommen, um die Effizienz von Medikamenten zu bestimmen.

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