Werbung
  • Politik
  • Ankaras Krieg gegen Afrin

140.000 Menschen in Nordsyrien auf der Flucht

Bundesregierung berichtet von möglichen Verletzungen des humanitären Völkerrechts

  • Lesedauer: 2 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Berlin. Der türkische Angriff und Einmarsch im nordsyrischen Afrin hat fast 140.000 Menschen zu Flüchtlingen gemacht. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, berichtet die Rheinischen Post (Montagsausgabe). Derzeit verhinderten verschiedene Konfliktparteien, dass die Geflüchteten zurück nach Afrin gelangen oder nach Aleppo weiterziehen könnten.

Vertreibungen und Entführungen in Afrin
Syrische Binnenflüchtlinge werden in den kurdischen Kanton gebracht / SDF nimmt Kampf gegen Terrormiliz IS wieder auf

In Afrin selbst hielten sich noch zwischen 50.000 und 70.000 Menschen auf; 20.000 von ihnen hätten mit Lebensmitteln versorgt werden können. Die türkischen Streitkräfte hatten im Januar mit der Militäraktion »Olivenzweig« die mehrheitlich kurdisch besiedelte Region angegriffen. Die LINKE spricht von einem »völkerrechtswidrigen Angriffskrieg«. Die Bundesregierung schreibt, ihr seien Berichte über »mögliche Verletzungen des humanitären Völkerrechts im Zusammenhang mit den Kampfhandlungen in Afrin bekannt«, sie selbst verfüge jedoch nicht über eigene gesicherte Erkenntnisse.

Aus dem besetzten Afrin selbst mehren sich die Meldungen über Gewalttaten an Zivilisten. Mohamed Jamil, der Ko-Vorsitzende des Menschenrechtsbüros von Afrin, wurde laut der nordsyrischen Politikerin Ilham Ahmed vor zwei Monaten entführt. Bis heute würde es keine Spur von ihm geben. Den Verwaltungsangestellten Hanan Na'san habe man jüngst nach Angaben der kurdischen Nachrichtenagentur »ANHA« tot und mit Folterspuren aufgefunden. Agenturen/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!