Werbung

Vier Tote bei neuem Anschlag in Surabaya

Attacke auf Polizeizentrale in Indonesien

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Jakarta. Bei einem neuen Selbstmordanschlag in der indonesischen Großstadt Surabaya sind am Montag mindestens vier Menschen getötet worden. Nach den Angriffen auf drei christliche Kirchen am Sonntag war dieses Mal die Polizeizentrale von Indonesiens zweitgrößter Stadt das Ziel. Bei den Toten soll es sich nach Angaben der Polizei um die Attentäter handeln. Zudem wurden mindestens zehn Menschen verletzt, darunter mehrere Polizisten.

Nach ersten Erkenntnissen fuhren die vier Täter mit zwei Motorrädern auf die Polizeizentrale zu. Die Bilder einer Überwachungskamera zeigen, wie eines der Motorräder an einer Sicherheitssperre aufgehalten wird. Kurz darauf gibt es eine Explosion. Vermutet wird, dass es sich bei den Tätern um Islamisten handelt. Auf einem der Motorräder saß nach Angaben der Polizei auch ein achtjähriges Mädchen. Das Kind wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Indonesien ist mit seinen mehr als 260 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste muslimische Land der Welt. In den vergangenen Jahren hatte es dort schon mehrfach Anschläge von Islamisten gegeben. Verschiedene Gruppen haben Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Mehr als 85 Prozent der Bevölkerung sind muslimischen Glaubens. Die christliche Minderheit macht etwa zehn Prozent aus.

Bei den Anschlägen auf drei Kirchen waren mindestens 13 Menschen getötet und mehr als 40 verletzt worden. Die Anschlagsserie geht nach Erkenntnissen der Polizei auf das Konto einer einzigen Familie. Dabei soll es sich um ein islamistisches Elternpaar mit vier Kindern halten. Drei der Kinder waren demnach minderjährig - erst neun, zwölf und 16 Jahre alt.

Nach den neuen Anschlägen forderte Indonesiens Präsident Joko Widodo am Montag das Parlament auf, bis Ende nächsten Monats den Weg für eine Verschärfung der Anti-Terror-Gesetze freizumachen. Damit würde der Polizei die Möglichkeit gegeben, Anschläge besser zu verhindern, sagte der Staatschef. Widodo drohte damit, ansonsten eine Notstandsverordnung zu erlassen. Die Polizei bestätigte am Montag auch den Tod eines weiteren Terrorverdächtigen. Der Mann sei am Sonntagabend in der Stadt Sidoarjo in seiner Wohnung erschossen worden, nachdem es dort eine Explosion gegeben habe. Er habe den Zünder einer Bombe in der Hand gehalten. Bei der Explosion wurden demnach seine Frau und eines seiner Kinder getötet. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen