Werbung

Gefundene Tiere

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Für die Versorgung gefundener Tiere in einem Tierheim muss die Kommune nach drei weiteren Urteilen aber nur aufkommen, wenn sie das Tierheim hierzu beauftragt hat, so das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 27. April 2018 (Az. 3 C 24.26, 3 C 5.16 und weitere).

Im ersten Fall wurde in Olbersdorf im Landkreis Görlitz ein verwilderter Hund aufgefunden. Die Gemeinde hoffte, dass das Landratsamt als Tierschutzbehörde den Hund versorgen würde. Der Landkreis lehnte dies aber ab. Auch nachträglich wollte der Landkreis die Kosten der Gemeinde nicht ersetzen. Zu Recht, wie das Bundesverwaltungsgericht entschied. Der Hund sei ein »Fundtier«. »Indem die Gemeinde den Hund an sich genommen und untergebracht hat, hat sie eine eigene Aufgabe als Fundbehörde wahrgenommen«, so die Richter. Die damit verbundenen Aufwendungen müsse die Gemeinde dann auch selbst tragen.

In weiteren Fällen ging es um elf Katzen, die in drei bayerischen Gemeinden aufgefunden und bei Tierschutzvereinen abgegeben wurden. Diese sorgten für Unterbringung und tierärztliche Behandlung. Den Gemeinden teilten die Vereine die Funde mit und forderten, dass die Gemeinden für die Kosten der Versorgung aufkommen.

Nach den Leipziger Urteilen bleiben die Tierschutzvereine auf den Kosten sitzen. Tiere seien zwar keine Sachen, »die Vorschriften des Fundrechts sind auf sie aber entsprechend anzuwenden«. Danach sei ein Finder berechtigt und gegebenenfalls auch verpflichtet, eine Fundsache der Fundbehörde abzuliefern. Eine Verantwortung und Verwahrungspflicht der Fundbehörde entstehe »erst mit der Ablieferung der Fundsache«. Bei den Katzen sei es möglich gewesen, diese im Fundbüro abzugeben, so das Gericht. AFP/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen