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  • Berlin
  • Internationaler Tag gegen Homophobie

LGBT-Verbände protestieren gegen Gewalt

324 Übergriffe und Gewalttaten gegen Homo- und Transsexuelle in Berlin registriert

  • Lesedauer: 2 Min.

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Berlin. Anlässlich des heutigen Internationalen Tags gegen Homophobie, Biphobie und Transphobie haben der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg und das Bündnis gegen Homophobie zu einer Kundgebung aufgerufen. Mit der Aktion am Wittenbergplatz wollen die Organisatoren an diesem Donnerstagnachmittag ab 16 Uhr für ein friedliches und respektvolles Miteinander demonstrieren, wie es im Internet hieß. »Der Kampf gegen Homophobe ist mit der Öffnung der Ehe noch nicht erledigt«, erklärte auch Berlins Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) am Mittwoch. Trotz der gesellschaftlichen und rechtlichen Fortschritte komme es in der Hauptstadt immer wieder zu Anfeindungen und gewaltsamen Übergriffen.

Das Anti-Gewalt-Projekt Maneo für Schwule hat im vergangenen Jahr in Berlin insgesamt 324 Übergriffe und Gewalttaten gegen Homo- und Transsexuelle registriert. Die Delikte reichten von Beleidigungen (27 Prozent) über einfache und schwere Körperverletzung (31 Prozent), Nötigung und Bedrohung (25 Prozent) bis zu Raubstraftaten (14 Prozent), heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten neuen Maneo-Report für 2017. Gegenüber 2016 ist das eine Steigerung um 33 Fälle. Sichtbar werde aber nur die Spitze des Eisberges, erklärte Projektleiter Bastian Finke.

Die häufigsten Vorfälle gab es demnach wie in den Vorjahren mit 27 Prozent in Schöneberg mit seinem traditionellen schwulen Regenbogenkiez, gefolgt von Tiergarten und Mitte mit je zwölf und acht Prozent sowie Kreuzberg und Neukölln mit je sieben Prozent. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Übergriffe fanden Finke zufolge zu in der Öffentlichkeit statt, etwa auf der Straße, in Lokalen oder öffentlichen Verkehrsmitteln.

In 251 der registrierten Fälle richteten sich die Attacken gegen Schwule und männliche Bisexuelle, in 20 Fällen gegen Lesben und weibliche Bisexuelle. Bei weiteren 36 Übergriffen waren die Opfer Trans-Personen, 15 Fälle richteten sich gegen die Gruppe der LSBT allgemein. Ingesamt hatte Maneo vergangenes Jahr 801 Hinweise auf Gewalttaten erhalten (2016: 659). Davon konnten 407 Fälle ausgewertet werden (2016: 353). epd/nd

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