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Zum Baden reicht’s noch

Neun von zehn Flüssen und Seen in Deutschland laut BUND in schlechtem Zustand

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Berlin. Endlich wieder Sommer, endlich wieder Badesaison. Wer sich jetzt nicht nur im Freibad vergnügen will, dem stellt sich die Frage: Kann ich ohne Bedenken in den See oder den Fluss springen? In Brandenburg erfüllen aktuell die 252 ausgewiesenen Badegewässer alle Kriterien und strengen Vorgaben der EU, die zur »Freigabe des Badegewässers zum Baden« durch die Gesundheitsämter erforderlich sind. Bei der Überprüfung von Badegewässern geht es primär um Krankheitserreger, die für Menschen gefährlich sein könnten. Anders sieht es aus, wenn nach der ökologischen Gesundheit der Gewässer in Deutschland gefragt wird.

Laut dem Gewässer-Report 2018 des Bunds für Umwelt und Naturschutz (BUND) sind 92 Prozent der Flüsse und Seen in Deutschland in einem ökologisch schlechten Zustand. Die Ursachen seien neben zu viel Dünger und Pestizidverschmutzungen aus der Agrarindustrie und Schadstoffbelastungen durch den Bergbau vor allem die Begradigung und Vertiefung von Flüssen und Bächen, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger am Mittwoch in Berlin. Positiv sei dagegen, dass die chemische Belastung der Gewässer durch den Ausbau von Klärwerken in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen sei, so Weiger.

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter forderte angesichts der schlechten Ergebnisse ein konsequentes Umdenken: »Gülle und Dünger dürfen nicht länger in unseren Gewässern landen, wir müssen weg von unnötiger Uferverbauung, und die Salz-, Sulfat- und Eisenlasten aus dem Bergbau müssen rasch zurückgefahren werden.« Auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft sieht dringenden Handlungsbedarf, etwa beim Problem von Rückständen von Arzneimitteln. Die bisherigen Maßnahmen reichten oft nicht aus, kritisierte Hauptgeschäftsführer Martin Weyand. had Seiten 9 und 11

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