Werbung

Schadenersatz nach 15 Jahren

Erfolg für geprellte Anleger eines Immobilienfonds der Volkssolidarität

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Rostock. Das Landgericht Rostock hat zwei Anlegern eines Immobilienfonds der Volkssolidarität-Kreisverbands Bad Doberan/Rostock-Land Schadenersatz in Höhe von 22 500 Euro zugesprochen. Wie das Gericht am Freitag mitteilte, hat der Kreisverband als Gründungsgesellschafter des Fonds 2003 und 2004 die Anleger nicht ausreichend über die Risiken der Beteiligungen aufgeklärt. Bereits 2003 habe sich die Volkssolidarität Sozial Immobiliengesellschaft mbH Co KG in wirtschaftlicher Schieflage befunden. Die Anleger hätten dies erfahren müssen.

Von den Anlegern erhobene Ansprüche gegenüber dem zweiten beklagten Volkssolidarität-Kreisverband Mecklenburg Mitte wurden mangels Haftung abgewiesen, so das Gericht.

Bereits 2014 hatte das Landgericht den Ex-Manager zweier Fonds der Volkssolidarität-Kreisverbände Bad-Doberan/Rostock-Land und Mecklenburg-Mitte wegen Insolvenzverschleppung und gewerbsmäßigen Betrugs zu drei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. Er war mit einem weiteren Mann Initiator der Fonds gewesen. In den Fonds mit 1600 Anlegern sollen 9,5 Millionen Euro versickert sein. Angeklagt waren 144 Fälle mit einer Schadenssumme von 1,1 Millionen Euro. Der BGH hatte dieses Urteil wegen Rechtsfehlern kassiert.

Der Rechtsanwalt der beiden Anleger, Holger Spiegelberg, zeigte sich teilweise zufrieden mit dem Urteil. Nicht einverstanden sei er damit, dass der Kreisverband Mecklenburg Mitte nicht haftbar gemacht wurde. Dieser habe zwar die Anteile an dem Fonds verkauft, »aber de facto weiter die Strippen gezogen.« dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen