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Wie schön kämpferisch konnte Andrea Nahles vor dem erneuten Eintritt in die Große Koalition reden: Von »Ab morgen kriegen sie in die Fresse« und »Bätschi! Das wird teuer!« war da in Richtung der Union zu hören. Doch die SPD-Chefin hat jetzt ein Problem. Offenbar ist ihr persönlicher Redenschreiber abgesprungen. Zumindest legt dies eine aktuelle Stellenanzeige der SPD-Fraktion im Bundestag nahe.

Man suche eine Referentin/einen Referenten als Redenschreiber/in, heißt es darin. Hauptaufgabe: »Verfassen von Reden für die Fraktionsvorsitzende«. Neben Hochschulabschluss und Textkompetenz soll der oder diejenige vor allem die Fähigkeit mitbringen, »systematisch Informationen zu erschließen und diese kritisch zu bewerten, komplizierte Sachverhalte schnell zu erfassen und in sprachlich ansprechender, klarer, verständlicher, situations- und adressatengerechter Form aufzuarbeiten und darzustellen«.

Will heißen: Man soll den Menschen irgendwie verkaufen können, warum die SPD versprach, nach der Bundestagswahl erst mal in die Opposition gehen und sich erneuern zu wollen, nun aber doch mit der Union weiter macht wie bisher. Und das nach einem historisch schlechten Wahlergebnis von 20,5 Prozent. Und dann macht Olaf Scholz auch noch als SPD-Bundesfinanzmister einen auf Wolfgang Schäuble.

Vielleicht ist die Stelle inoffiziell bereits ja schon vergeben, wie es meist üblich ist bei solchen Ausschreibungen. Einen Kandidaten gäbe es schon: Den Kühnert, Kevin. Der wetterte als Juso-Chef unter dem Hashtag NoGroko ordentlich gegen die Neuauflage der Großen Koalition. Jetzt lobt er seine Parteichefin allerdings auffällig oft. Etwa wenn er sagt, dass sie beim Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit klare Kante zeige. Gleichzeitig kann er Scholz vorwerfen, »kommunikativ ganz alte Schule« zu sein. Die nötige ideologische Flexibilität für den Posten des Redenschreibers der SPD-Partei- und Fraktionschefin bringt Kühnert also mit. Vielleicht kann er allen anderen Bewerbern bald ein lautes »Bätschi« hinterherrufen.

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