Werbung

Rufgefährdet

Personalie

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) werden regelmäßig Entscheidungen in großer Zahl gefällt, die einer rechtlichen Prüfung später nicht standhalten. Das zeigt die Menge erfolgreicher Klagen von Asylbewerbern gegen ihren negativen Bescheid. Es wäre also schon früher Gelegenheit gewesen, Professionalität und Rechtstreue auch der Amtsführung in Zweifel zu ziehen. Doch dies geschieht erst jetzt, nachdem eine Beamte in Bremen offenbar jesidischen Flüchtlingen (mit guter Bleibeaussicht) in größerer Zahl freihändig Asyl gewährte.

Damit ist neben dem Bundesinnenminister vor allem sie in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt: Behördenchefin Jutta Cordt. Dass es vor allem politische Absichten sind, die Antrieb der Kritiker sind, zeigt sich in der aufgeheizten Debatte der Bundestagsfraktionen über einen Untersuchungsausschuss. Von grobem Amtsmissbrauch in Bremen ist die Rede, inquisitorisch werden Fragen nach Mitwisserschaft und Aufklärungswillen der Behördenchefin in Nürnberg gestellt. Cordt ist seit Februar 2017 auf ihrem Posten - als Wunschkandidatin ihres Amtsvorgängers Frank-Jürgen Weise mit viel Vorschusslorbeeren eingesetzt. Sie verfügt nicht nur über Durchsetzungsvermögen, sondern sammelte auch reiche Erfahrungen beim Wechsel ihrer Wirkungsstätten: Nürnberg, Duisburg, Ravensburg, Saarbrücken, Chemnitz, Berlin und zuletzt wieder Nürnberg. Als Ausweis ihrer Mobilität gilt gemeinhin ihre Lust am Motorradfahren.

Karriere machte die heute 54-Jährige bei der Bundesanstalt für Arbeit, von wo sie auch der einstige Behördenleiter Weise kannte und offenbar schätzte. Den riesigen Berg aufgehäufter Asylverfahren abzutragen, das war sein erklärtes Ziel, als er das BAMF 2015 übernahm; Cordt setzte die Mission fort. Ihr wurde alles untergeordnet, Tausende Mitarbeiter wurden eingestellt und bislang eherne Rechtsgrundsätze im Asylverfahren zunehmend aufgeweicht, wie Flüchtlingsanwälte seit langem geltend machen. Ihrem guten Ruf konnte das jedoch nie schaden. Das geschieht erst jetzt.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!