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Die Systemrelevanten

Stephan Fischer über die Rücknahme des Dodd-Frank Acts in den USA

  • Von Stephan Fischer
  • Lesedauer: 1 Min.

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Ein Gedankenspiel: Ein Feuerwehrmann legt neben seinem Beruf gerne Feuer. Als er und seine Kollegen einmal zu spät zum Löschen kommen und ein Haus schon abgebrannt ist, danken ihnen die Einwohner für ihren Einsatz mit einem Orden und bauen das Haus wieder auf. Unentgeltlich, versteht sich. Denn die Feuerwehr - die ist »too big to fail«. Oder eine Krankenschwester, die nebenbei Patienten vergiftet. Als das rauskommt, wird sie wegen ihrer Kreativität beim Zu-Tode-Bringen befördert. Die Patienten hätten sich ja vorher informieren können. Und Krankenschwestern - die sind systemrelevant.

Ein absurdes Gedankenspiel. Systemrelevant und »too big to fail« sind nur Banken und Finanzinstitute. Und zwar derart, dass sie nach der letzten Finanzkrise allein in den USA und allein 2008 rund 700.000.000.000 US-Dollar Staatsgeldern als Rettungsinfusion bekamen. Dabei wurde selbst der Obama-Administration schummrig, mit dem Dodd-Frank Act sollten zumindest Geschäfte auf eigene Rechnung - die den Interessen der eigenen Kunden sogar diametral entgegenstehen können - erschwert werden. Für Donald Trump war diese kleine Einhegung des Finanzkapitalismus bereits ein »Desaster« - Feuerwehrleute und Krankenschwestern können sich darauf vorbereiten, bald wieder zu zahlen. Für die Systemrelevanten.

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