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Langer Kampf gegen Ebola

Bislang 28 Fälle in Demokratischer Republik Kongo bestätigt

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Genf. Die Weltgesundheitsorganisation stellt sich angesichts steigender Ebola-Zahlen in der Demokratischen Republik Kongo auf einen langwierigen Kampf gegen die tödliche Krankheit ein. Kongo und seine internationalen Partner stünden »wirklich erst am Anfang«, warnte der WHO-Direktor für Kriseneinsätze, Peter Salama, am Mittwoch in Genf. Der Erreger bedrohe auch Menschen in Nachbarstaaten des zentralafrikanischen Landes.

Auf der Weltgesundheitsversammlung erklärte der kongolesische Botschafter Zénon Mukongo Ngay, dass bei sechs weiteren Menschen der Ebola-Erreger bestätigt worden sei. Damit stieg die Zahl der bestätigt Erkrankten auf 28. Zudem wurden 21 mögliche Fälle erfasst und neun weitere Fälle gelten derzeit als verdächtig. Gestorben sind den Angaben nach 27 Patienten. Insgesamt seien somit bislang 58 Menschen mit Symptomen des Fiebers gezählt worden, bestätigte das Gesundheitsministerium in Kinshasa.

Laut WHO-Direktor Salama verteilt sich der aktuelle Ausbruch der Ebola auf drei bis vier Epizentren im Nordwesten des Landes mit mindestens drei verschiedenen Infektionsketten. Bikoro, wo die meisten Fälle der Fieberkrankheit bislang auftraten, sei ein abgelegener Ort, der nur schwer erreichbar sei. Zudem seien in der Millionenstadt Mbandaka am Kongo-Fluss Fälle aufgetreten. Über den Kongo-Fluss könne der Erreger die Hauptstadt Kinshasa sowie die benachbarte Republik Kongo erreichen. Gefährdet seien auch die Zentralafrikanische Republik sowie weitere Länder der Region.

Unter Federführung der Weltgesundheitsorganisation begann inzwischen eine Impfkampagne. Sie läuft aber langsam an, weil der Impfstoff tiefgekühlt werden muss und die betroffenen Regionen abgelegen sind. Der Impfstoff rVSV-ZEBOV ist noch nicht zugelassen, sondern erst in der Testphase, wird aber bei drohenden Epidemien schon eingesetzt.

WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus hatte sich zuversichtlich geäußert, dass die Gesundheitsexperten den Ebola-Ausbruch unter Kontrolle bringen könnten. Ein globaler Gesundheitsnotstand wurde bislang nicht ausgerufen. Gegen Ebola gibt es kein Heilmittel. Bei der bislang schlimmsten Epidemie, die 2013/2014 ausbrach, erkrankten in Guinea, Liberia und Sierra Leone mehr als 28 000 Menschen, von denen etwa 11 300 starben. epd/nd

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