Werbung

Rostock will BUGA-Stadt werden

Umweltminister begrüßt Bewerbung um die Gartenschau - 113 Millionen Euro könnte sie kosten

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Gartenschauen seien eine große Chance für städtische Entwicklung, zu verdanken seien ihnen auch positive Impulse für den Tourismus. Deshalb begrüße er Rostocks Bemühen um die »BUGA«, bekundete jetzt Mecklenburg-Vorpommerns Agrar- und Umweltminister Till Backhaus (SPD). Die Bürgerschaft der Hansestadt hatte unlängst mehrheitlich beschlossen, sich um die Ausrichtung der Bundesgartenschau in sieben Jahren zu bewerben. Rund 113 Millionen Euro wird das Ganze nach derzeitigen Schätzungen kosten. Die Hälfte dieser Summe erwartet Rostock als Zuschuss des Bundes, und einen Batzen Geld erhofft sich die Stadt auch vom Land. Ohne dessen Fördermittel würde die große Schau an der Warnow wohl kaum zustande kommen.

Doch es gibt bereits positive Signale aus der Landesregierung, wenn auch noch keine Entscheidung gefallen oder ein Betrag genannt worden ist. Inwieweit den Rostockern bei ihrem Großprojekt unter die Arme gegriffen werden kann, soll im Juni im Kabinett, der Ministerrunde, erörtert werden. Aus ihrer Reihe hatte Schwerin nicht solch nette Worte zu hören bekommen, wie sie Till Backhaus nun den Rostockern zuteil werden ließ. Ganz im Gegenteil. Der hoch verschuldeten Landeshauptstadt, die sich ebenfalls um die Gartenschau 2025 bewerben wollte und dafür Ausgaben von 80 Millionen Euro kalkuliert hatte, war von der SPD/CDU-Landesregierung in punkto Fördermittel eine klare Absage erteilt worden. Schwerin solle sich erstmal um die Konsolidierung der Stadtfinanzen bemühen, hieß es sinngemäß aus mehreren Ministerien.

Schon kurz nach diesem Rüffel war Rostock als Gartenschau-Alternative im Gespräch. Eine Idee, die dem Oberbürgermeister der Hansestadt, Roland Methling (Unabhängige Bürger), gut gefiel: »Weil wir uns in Rostock einig sind, dass es einer Stadtentwicklung am Wasser bedarf, wäre die BUGA ein spannendes Vorhaben«, sagte der OB seinerzeit.

Ganz einig war man sich jüngst in der Bürgerschaft allerdings nicht, es gab - aus den Fraktionen von LINKEN, SPD und »Aufbruch 09« - auch Gegenstimmen zur Bewerbung um die Großveranstaltung. Eine ähnliche hatte Rostock bereits 2003 bewältigt: die Internationale Gartenschau. Zu ihr kamen seinerzeit an 179 Tagen rund 2,6 Millionen Besucher aus aller Welt, meldete seinerzeit die »IGA Rostock GmbH«.

Für die BUGA 2025 rechnet die Hansestadt mit 1,7 Millionen Besuchern. Sie sollen vor allem im Raum Stadthafen und rund um die Warnow erleben, was bislang nur auf dem Plan steht: So zum Beispiel einen neuen Badestrand am Ufer im Stadtteil Gehlsdorf. Dorthin soll, vom Stadthafen aus, für geschätzte 17 Millionen Euro eine Klappbrücke für Fußgänger und Radfahrer über den Fluss gebaut werden. Vielleicht könnte auch ein Elektrobus die Brücke nutzen, so ein Gedanke aus der Hansestadt.

Etwas mehr, rund 20 Millionen Euro, sind für einen Freizeitpark veranschlagt, in dem vieles zu sehen sein wird, was grünt und blüht und die Gartenschau als eine solche kennzeichnet. Auch Sportanlagen und eine Open-Air-Bühne sollen in jenem Park entstehen. Spielplätze und eine Markthalle haben die Planer für den Bereich Christinenhafen vorgesehen.

Geplant hat auch eine Mitbewerberin für die Ausrichtung der Gartenschau. Die Stadt Wuppertal in Nordrhein-Westfalen. Sie rechnet sich gute Chancen aus, hat aber noch keine Bewerbung eingereicht. Ob sie das tut, will der Rat dort im Juli entscheiden.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!