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Nach der »Verwahrlosung«

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Berlin 1998: Alle wollen nach Mitte. Medienberichte über Kreuzberg beschreiben zumeist eine »Verwahrlosung«. Die meisten Anwohner sehen ihren Kiez darin nicht beschrieben. Sie fühlen sich wohl, leben und arbeiten gerne hier. Viele Buchhandlungen mit ihrem jeweiligen Spezialsortiment, dazu Bibliotheken, Museen, Verlage und viele literatur- und kulturinteressierte Anwohner prägen das Kreuzberg, das sie kennen. An 14 Orten findet die erste Lange Buchnacht in der Oranienstraße statt. Der Verein Lange Buchnacht e.V. wird gegründet, Gelder beantragt, im Jahr 2004 wird einmal ausgesetzt und nachgedacht, dann doch weitergemacht. Es zeichnet sich ab, dass sich der ursprüngliche Grund des Spektakels überholt hat. Kreuzberg ist hip, viele Mitstreiter geraten unter Verdrängungsdruck. Trotzdem wird weitergemacht, ohne öffentliche Gelder, mit minimalem Organisationsaufwand. Die Veranstaltungen werden von den Teilnehmern selbst organisiert.

An diesem Samstag findet ab 14.30 Uhr die 20. Lange Buchnacht statt, und es wird die Letzte sein. Am Vorabend wird es eine Ausstellungseröffnung in der Galerie Knoth und Krüger geben, mit alten Plakaten, Fotos und mehr. Das Programm bietet von Radiosendungen über Tanzkurse bis zu Konzerten ein umfangreiches Kulturangebot. Im Mittelpunkt steht aber die Literatur. Höhepunkte des Programms sind unter anderem die Lesungen von Anke Stelling (»Fürsorge«), Volker Weidermann (»Träumer«), Jan Peter Bremer (»Der amerikanische Investor«) und Olga Grjasnowa (»Gott ist nicht schüchtern«). nd Foto: Lange Buchnacht e.V.

20. Lange Buchnacht Kreuzberg, 26. Mai, weiter Informationen online unter: www.lange-buchnacht.de/2018

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