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  • Schulausgangsschrift der DDR

In Eleganz verbunden

Die Schulausgangsschrift der DDR wird 50 Jahre alt. Sie wird noch immer gelehrt, muss sich jedoch heute gegen eine »Stotterschrift« behaupten.

  • Von Hendrik Lasch
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Im August 1968 erschien in der Hamburger Wochenzeitung »Die Zeit« ein Artikel mit der denkwürdigen Überschrift »Über Schreibschrift und Politik«. Wie Schüler schreiben, wird nicht oft zum Gegenstand öffentlicher Kontroverse, aber wenn, dann wird heftigst gestritten. Vor 50 Jahren brachte es die Schreibschrift gar zum innerdeutschen Politikum. In der DDR sollte damals zu Beginn des Schuljahres im September mit der »Schulausgangsschrift« eine vereinfachte Schreibschrift eingeführt werden. In der Bundesrepublik sah mancher darin einen weiteren Keil, der zwischen West und Ost getrieben wurde. »Schulanfänger in der Zone« würden bald anders schreiben als ihre Altersgenossen, klagte die »Welt am Sonntag«. Im »Hamburger Abendblatt« war gar vom »Hass auf alles Gemeinsame« die Rede. Die Schreibschrift, so schien es, war die Fortsetzung der Mauer mit Füller und Papier.

Renate Tost allerdings hatte in den vorangegangenen sieben Jahren nicht ü...

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