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Weniger befristet Beschäftigte

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Befristete Arbeitsverträge spielen in vielen Branchen eine geringere Rolle als früher. Dieser Trend sei festzustellen, sagte Sozialministeriumssprecherin Marina Ringel. Während 2013 in Brandenburg noch jeder zehnte Beschäftigte nur befristet angestellt gewesen sei, sank der Anteil 2016 auf sieben Prozent. Aktuellere Daten gebe es noch nicht.

»Die Unternehmen suchen dringend Beschäftigte, da werden sie qualifizierte Fachkräfte sicher nicht befristet einstellen«, erklärte Günther Päts vom Handelsverband Berlin-Brandenburg. Gerade in Branchen, wo akuter Mangel an Mitarbeitern herrsche, wolle man keine Arbeitnehmer mit Befristungen abschrecken. Dennoch gebe es auch im Handel nach wie vor Arbeitgeber, die befristete Arbeitsverträge anbieten, räumte Päts ein. Das seien insbesondere kleinere Betriebe, deren wirtschaftliche Entwicklung schlecht zu prognostizieren sei.

In der Gastronomie sind Befristungen immer seltener der Fall, berichtete der Präsident des brandenburgischen Hotel- und Gaststättenverbands, Olaf Schöpe. Dies sei allein schon wegen der rückläufigen Zahl reiner Saisonbetriebe so. »In der Nebensaison besteht für das Personal dann auch die Möglichkeit, Überstunden abzubummeln.«

»Arbeitnehmern bringen Befristungen vor allem Nachteile«, stellte Daniel Wucherpfennig vom Gewerkschaftsbund DGB fest. Sie befinden sich dann im permanenten Wartestand und schieben beispielsweise die Familiengründung auf. Auch wehren sie sich nicht gegen schlechte Behandlung, »aus Angst, einen möglichen Anschlussvertrag zu gefährden«. Zwar liegen befristet und unbefristet Beschäftigte bei den Einstiegsgehältern gar nicht so weit auseinander. Je länger aber befristet gearbeitet werde, desto größer werden die Lohnunterschiede. »Wer einen Zeitvertrag hat, profitiert seltener von Lohnerhöhungen, Aufstiegs- und Weiterbildungsangeboten.« dpa

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