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Guter Start in die Saison

  • Von Claudia Götze und Katrin Zeiß, Erfurt
  • Lesedauer: 3 Min.

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Die thüringischen Campingplatz-Betreiber hoffen nach einem verheißungsvollen Saisonstart erneut auf ein gutes Jahr. »In den vergangenen Jahren hatten wir teils zweistellige Steigerungsraten bei Urlaubern und Übernachtungen«, sagte der Vorsitzende des Verbands der Campingwirtschaft in Thüringen, Reinhard Schniz.

Das gute Wetter hat den Campingplätzen in diesem Jahr bereits frühzeitig einen Besucheransturm beschert, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Über Pfingsten waren vor allem Plätze in Wassernähe, zum Beispiel an den Saale-Stauseen, rappelvoll. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums ist die Zahl der Camping- und Reisemobil-Stellplätze in Thüringen seit 2003 von 55 auf derzeit 79 gestiegen. Nicht alle sind jedoch ganzjährig geöffnet. Die Übernachtungszahlen legten im gleichen Zeitraum um ein Drittel zu.

Im vergangenen Jahr buchten nach Daten des Statistischen Landesamtes gut 187 000 Campingurlauber rund 575 000 Übernachtungen; 2016 waren es 181 000 Urlauber und 557 000 Übernachtungen. In der Haupturlaubssaison während der Sommerferien ließen sich kaum noch Zuwächse erzielen, erklärte Schniz. »Da sind die Kapazitätsgrenzen fast erreicht.« In der Nebensaison sei die Auslastung der Campingplätze hingegen noch ausbaufähig. Eine sichere Bank seien zudem die Dauercamper, vor allem auf Plätzen in exponierten Lagen. »Da gibt es teilweise Wartelisten für Langzeitgäste.«

Camper machten bei jedem Wetter und ganzjährig halt, sagte Birgit Rosoli, Besitzerin des Campingplatzes »Tor zum Hainich« in Weberstedt (Unstrut-Hainich-Kreis). Vor dem Wohnwagen im Freien zu sitzen, sei für die meisten die Erfüllung ihrer Urlaubsträume. Außerdem sei ihnen wichtig, die Hunde dabei zu haben. »Die wollen immer die Füße im Gras haben und sich nicht nach Essenzeiten in Hotels richten«, hat Thomas Salzmann, Platzbetreiber im südthüringischen Breitenbach (Kreis Hildburghausen), beobachtet. »Camping ist immer beliebter. Schließlich muss man bei so einem Urlaub auf nichts verzichten«, sagt Markus Helmer, Platzwart in Gera-Aga. Auch Fernsehgerät und Laptop hätten Camper mit an Bord. Mit 350 Stellplätzen auf fast 14 Hektar Fläche gehört das Areal direkt an einem Badesee zu den größeren im Freistaat. 30 bis 40 Prozent sind hier Dauercamper, die anderen auf der Durchreise oder für eine bis 14 Nächten zu Gast.

Nicht nur die Camper selbst haben aufgerüstet und in hochwertige Wohnanhänger oder Wohnmobile investiert. »Auch die Ausstattung der Campingplätze ist sehr modern geworden«, sagt Verbandschef Schniz. Teilweise geschah dies mit Unterstützung des Landes, das in den vergangenen drei Jahren größere Investitionen für Campingurlauber finanziell unterstützt hat. Laut Wirtschaftsministerium wurde etwa die Errichtung von Caravan-Stellplätzen in Oberhof, Eisenach und Floh-Seligenthal mit insgesamt rund 2,3 Millionen Euro gefördert; auch der Campingpark Erfurt profitierte von einer Landesförderung.

Dennoch sieht der Verband der Campingwirtschaft Nachholbedarf. Das gelte vor allem für die touristische Infrastruktur insgesamt, sagte Verbandschef Schniz, der etwa das Fehlen von Radrundwegen um den Hohenwarte- und Bleilochstausee vermisst. Die Gastronomie habe ebenfalls teilweise Lücken. »Da spielt auch das Kneipen-Sterben auf dem Land eine Rolle.« dpa/nd

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