Werbung

Mit Anstand gegen Frljic

Bühnensturm in Brno

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Mitglieder der rechten Szene Tschechiens haben am Samstagabend in Brno (Brünn) eine Inszenierung des kroatischen Regisseurs Oliver Frljic gestürmt. Sie besetzten zu Beginn des kontroversen Stücks »Eure Gewalt, unsere Gewalt« die Bühne, wie die Zeitung »Pravo« berichtet. Die Bühnenstürmer gehörten der Bewegung »Anständige Leute« an, die vom Innenministerium in Prag als extremistisch eingeschätzt wird. Die Polizei musste einschreiten.

In dem Stück befasst sich Frljic auf der Grundlage einer Lektüre des Romans »Die Ästhetik des Widerstands« von Peter Weiss mit Problemen wie Faschismus und Islamophobie. Die Bilder sind teils drastisch. Gegen die Brünner Aufführung hatten auch christliche Aktivisten protestiert, weil in einer Szene Jesus eine Muslimin vergewaltigt. Sie scheiterten indes mit einem Antrag auf eine einstweilige Verfügung. Die katholischen Bischöfe Tschechiens sprachen in einem Brief von einem »Ausverkauf christlicher Ideale« und einer Beleidigung für Christen wie Muslime.

Die Inszenierung, die der vielfach ausgezeichnete Regisseur und Intendant mit dem Slowenischen Jugendtheater aus Ljubljana erarbeitet hatte, war in Brno im Rahmen des Theaterfestivals »Divadelni svet« - »Welt des Theaters« - zu sehen. Das Stück löste bereits bei den Wiener Festwochen vor zwei Jahren kontroverse Diskussionen aus. Kritiker nannten das Stück damals unter anderem »den bisherigen Tiefpunkt der Saison«, bezeichneten es als »platt provokativ« und setzten es als »Schulkabarett« herab. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen