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Cottbus feiert die Rückkehr in den Profifußball

Nach zwei Jahren Regionalliga schaffen die Lausitzer mit einem Unentschieden gegen Flensburg den Aufstieg in die dritte Liga

  • Von Florian Lütticke, Cottbus
  • Lesedauer: 2 Min.

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Der FC Energie Cottbus hat nach zwei Jahren in der Regionalliga die ersehnte Rückkehr in die Drittklassigkeit gefeiert. Im Rückspiel der Aufstiegsrunde reichte den Lausitzern von Trainer Claus-Dieter Wollitz gegen den großen Außenseiter SC Weiche Flensburg am Sonntag ein 0:0 zum viel umjubelten Sprung nach oben. Vor 20 056 Zuschauern im Stadion der Freundschaft musste der souveräne Meister der Nordost-Staffel lange zittern, durfte am Ende aber verdient jubeln. Energie hatte das erste Duell mit dem Nord-Champion drei Tage zuvor in Kiel mit 3:2 gewonnen.

Mit dem Aufstieg krönte Energie sein Fußballjahr mit 28 Siegen aus 34 Ligaspielen. Von 2000 bis 2003 und 2006 bis 2009 spielte Cottbus insgesamt sechs Spielzeiten lang in der Bundesliga, die 3. Liga soll dementsprechend mittelfristig nur eine Durchgangsstation in Richtung der 2. Bundesliga zwei sein.

Vor der Partie hatte Klubpräsident Michael Wahlich den Anhängern 100 Fässer Freibier versprochen - und trotz aller Aufstiegseuphorie bei einem Platzsturm zur Mäßigung aufgerufen. »Bitte keine Plünderungen«, betonte der Klubchef angesichts von Kosten von bis zu 150 000 Euro für einen neuen Rasen. Mit dem Schlusspfiff zündeten die Energie-Fans auf der Tribüne Pyrotechnik.

Die Stimmung in der ganzen Stadt erinnerte an frühere Bundesligazeiten. Rund 2000 Fans zogen in einem gemeinsamen Marsch aus dem Zentrum zum Stadion der Freundschaft, darunter auch Spieler wie Maximilian Zimmer. Vor dem Anpfiff stimmten die Anhänger ihr Team mit einer beeindruckenden Choreographie über alle vier Tribünen auf die Partie ein und gaben das Motto für den erhofften Aufstiegstag aus: »Ungewollt, kampfstark und mit festem Blick«.

Doch auf dem Rasen war deutlich zu spüren, was auf dem Spiel stand. Trotz der fußballerischen Überlegenheit gelang Energie kein Start wie im Hinspiel, als es bereits nach 38 Minuten 3:0 gestanden hatte. Vielmehr hatte das Team von Trainer Wollitz gegen die tiefstehende Fünfer-Verteidigungskette reichlich Mühe. Es entwickelte sich eine ruppige Partie, in der Schiedsrichter Christian Dingert alleine in der ersten Halbzeit binnen sieben Minuten viermal Gelb zeigte.

Cottbus fand kein spielerisches Mittel, stattdessen kamen die Flensburger zu Chancen. Junior Ebot-Etchi störte Avdo Spahic bei einem Befreiungsschlag (35.), fünf Minuten später hielt der Energie-Keeper einen Schuss von Rene Guder aus spitzem Winkel.

Nach der Pause erhöhte Cottbus den Druck. Per Direktabnahme verfehlte Marcelo de Freitas Costa nur knapp (52.), ein Freistoß von Maximilian Zimmer (59.) strich über die Latte. Selbst Torjäger Streli Mamba konnte die Fans völlig frei stehend nicht erlösen (64.). Flensburg ging die Luft aus, Spahic musste dennoch noch einmal in höchster Not retten - die große Energie-Party konnte starten. dpa/nd

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