Werbung
  • Kommentare
  • Gedenken an Brandanschlag in Solingen

Verdeckter Wahlkampf für die AKP

Aert van Riel über das Gedenken an den Brandanschlag in Solingen

  • Von Aert van Riel
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Die Frage, wie man zum Auftritt des türkischen Außenministers Mevlüt Çavuşoğlu beim Gedenken an den rechten Solinger Anschlag steht, ist nicht leicht zu beantworten. Mit einer Absage hätte die NRW-Regierung die Hinterbliebenen brüskiert. Wer aber andererseits Çavuşoğlu eine Bühne bietet, der macht sich mitverantwortlich für die Stärkung rechter und autoritärer Kräfte in der Türkei. Ohne über Kompromisse nachzudenken, hat man sich für letztere Variante entschieden.

Çavuşoğlu kann darauf hoffen, kurz vor der türkischen Parlamentswahl bei seinen Landsleuten in Deutschland Pluspunkte gesammelt zu haben. Ohne Widerworte konnte er seine Partei AKP als Vorkämpferin für Verständigung und Antirassismus darstellen. Dabei führt sie im eigenen Land und in Syrien einen Krieg gegen alle, die im Verdacht stehen, zur Linken zu gehören.

Dass die AKP hierzulande Einfluss nehmen kann, hat sich der deutsche Staat teilweise selbst zuzuschreiben. Wer Zuwanderer jahrzehntelang als »Gastarbeiter« tituliert, der muss davon ausgehen, dass die Bindungen zum Heimatland eng bleiben. Wenn sich die hiesigen Regierungen zu einer anderen Integrations- und Staatsbürgerschaftspolitik durchgerungen hätten, dann hätten AKP-Politiker heute kaum Interesse an Auftritten in Deutschland. Es gäbe dann nämlich kein großes Publikum für sie.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen